Berufliche Bildung Zusammenarbeit mit Partnern

Zusätzlich zum bilateralen Engagement unterstützt das BMZ Maßnah­men nichtstaatlicher Akteure – wie Nichtregierungsorganisationen, politi­sche Stiftungen, Kirchen – und Maß­nahmen von Wirtschaftsunternehmen. Außerdem engagiert sich das BMZ auf internationaler Ebene.

Industriemechaniker in einem Berufsbildungszentrum in Mexiko
Industriemechaniker in einem Berufsbildungszentrum in Mexiko

Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft 

Die Privatwirtschaft ist ein wichtiger Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Viele Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft tragen mit praxisorientierten beruflichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Qualifizierung von Fachkräften in den Partnerländern bei.

Seit 2011 unterstützt das BMZ Berufsbildungspartnerschaften mit der deutschen Wirtschaft. Dabei bringen deutsche Kammern und Verbände sowie deren Berufsbildungszentren und Aus- und Weiterbildungsträger ihr Know-how gezielt in Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit ein. Dadurch wird die berufliche Aus- und Weiterbildung noch nachfrage- und praxisorientierter gestaltet und ein Erfahrungsaustausch zwischen gleichartigen Partnern ermöglicht.

Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft

Um besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen und Menschen in der informellen Wirtschaft, etwa in Kleinst- und Kleinbetrieben, zu erreichen, arbeitet das BMZ eng mit nichtstaatlichen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit zusammen. In der deutschen Zivilgesellschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) engagieren sich vor allem Kirchen und Nichtregierungsorganisationen (NROs (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) stark im Bereich der beruflichen Bildung. In vielen Kooperationsländern haben sie funktionierende Strukturen der Aus- und Weiterbildung geschaffen – immer in enger Zusammenarbeit mit kirchlichen Institutionen und NROs vor Ort.

Um den Austausch zu intensivieren, hat das BMZ 2011 das „Team Berufliche Bildung“ ins Leben gerufen. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter der Durchführungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), der Zivilgesellschaft, der Kirchen, der Politik und der Wirtschaft an. 

Zusammenarbeit mit multilateralen Organisationen

Um die deutsche Position zur beruflichen Bildung in internationale Prozesse und Verhandlungen einzubringen, beteiligt sich die Bundesrepublik an der Globalen Partnerschaft für Bildung (Global Partnership for Education (Externer Link), GPE). Ihr haben sich zahlreiche Entwicklungsländer, Geberländer, Entwicklungs- und Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen und private Stiftungen angeschlossen.

Das BMZ engagiert sich außerdem in Gremien der EU, der OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), der G7 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der G20 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die sich mit der Förderung beruflicher Bildung befassen. Fachliche Beziehungen pflegt das Entwicklungsministerium darüber hinaus mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), der UNESCO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie ihrem Berufsbildungszentrum UNESCO-UNEVOC, der Europäischen Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), der European Training Foundation (ETF) und den regionalen Entwicklungsbanken.