#WeTheWomen

Kampagne #WeTheWomen

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein Gebot der Vernunft. Wenn Frauen gleichberechtigt sind und gleiche Verantwortung tragen, gibt es weniger Hunger und Armut und mehr Stabilität in der Welt. #WeTheWomen will deshalb Rechte, Ressourcen und Repräsentanz von Frauen in Deutschland und weltweit stärken. Denn noch ist in keinem Land der Welt die Gleichstellung von Männern und Frauen erreicht – auch nicht in Deutschland.

Frauen machen die Hälfte der Menschheit aus. Es ist also nur logisch und gerecht, dass sie auch die Hälfte der Macht und der Ressourcen haben sollten. Davon ist die Weltgemeinschaft aber noch weit entfernt. Krisen wie zuletzt die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben tiefe Gräben bei der Gleichstellung offengelegt und diese um eine Generation zurückgeworfen. Wenn das derzeitige Tempo beibehalten wird, wird es noch 131 Jahre dauern, bis wir volle Geschlechtergleichstellung erreichen.

Frauen auszuschließen, ist gefährlich und teuer. Denn Frauen haben das Wissen, die Ideen und die Kraft, die unsere Gesellschaften brauchen, um die großen globalen Probleme der Menschheit zu lösen. Keine Gesellschaft kann es sich leisten, auf dieses Potenzial zu verzichten, wenn sie vorankommen will.

#WeTheWomen

#WeTheWomen will die Stimmen von Frauen und Mädchen international hörbar machen. Ihre Hoffnungen, ihr Fachwissen und ihre Visionen für eine lebenswerte und gleichberechtigte Zukunft müssen gehört werden. Ihre Erfahrungen zeigen, auf welche Widerstände man achten muss und wo wir als Weltgemeinschaft strukturelle Veränderungen brauchen, um endlich Geschlechtergleichstellung zu erreichen.

#WeTheWomen rückt das Thema Gleichstellung der Geschlechter in den Vordergrund des Zukunftsgipfels der Vereinten Nationen im September 2024.

#WeTheWomen ist damit Teil einer weltweiten Bewegung für gerechte und widerstandsfähige Gesellschaften.

Setz ein Zeichen!

Anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März will #WeTheWomen auf die Potenziale von Geschlechtergleichstellung aufmerksam machen und aufzeigen, wie unsere Gesellschaften die notwendigen Veränderungen erreichen können. Was hast Du für Erfahrungen gemacht? Welche Veränderungen sind aus Deiner Sicht notwendig? Teile auch Du Deine Geschichte unter #WeTheWomen.



Starke Stimmen zu #WeTheWomen

Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Svenja Schulze

Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

„Ich setze mich jeden Tag für Geschlechtergerechtigkeit und eine feministische Entwicklungspolitik ein, weil wir die Kraft, die Kreativität und den Unternehmer*innengeist der Hälfte der Bevölkerung nicht einfach ignorieren können. Daher unterstütze ich #WeTheWomen, denn wir müssen unsere Kräfte bündeln, laut sein, aktiv sein.“

Kristalina Georgieva

Kristalina Georgieva

Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF)

„#WeTheWomen ist wichtig, weil die Stärkung von Frauen inklusives Wachstum und Stabilität fördert. Darum müssen wir weiterhin für Geschlechtergerechtigkeit eintreten: in unseren Institutionen, in den Mitgliedsstaaten und in unserem Alltag. Das sind wir allen Mädchen und Frauen und allen Jungen und Männern weltweit schuldig!“

Bajabulile Swazi Tshabalala

Bajabulile Swazi Tshabalala

Senior Vice President der Afrikanischen Entwicklungsbank

„Ich bin eine leidenschaftliche Verfechterin der Ziele von #WeTheWomen, weil jede einzelne von uns zählt.“

Jutta Urpilainen

Jutta Urpilainen

EU-Kommissarin für Internationale Partnerschaften

„Bei #WeTheWomen geht es darum, dass Frauen in Führungspositionen ihre jeweilige Plattform einsetzen, um andere Frauen zu stärken. Meine Plattform nutze ich für mehr Investitionen der EU in weltweite Bildung, insbesondere für den Zugang von Mädchen zu hochwertiger Bildung.“

Anne Beathe Tvinnereim

Anne Beathe Tvinnereim

Entwicklungsministerin von Norwegen

„Geschlechtergerechtigkeit ist keine Politikoption. Sie ist ein zentrales Menschenrecht.“

Sima Bahous

Sima Bahous

Exekutivdirektorin von UN Women

„Die Vergangenheit ist voll von Beispielen, wie Frauen vernachlässigt wurden. Und in der Gegenwart spüren wir die Folgen. In der Zukunft muss der Fokus darauf liegen, den Frauen zuzuhören, in sie zu investieren, sie einzubeziehen.“

Yasmine Sherif

Yasmine Sherif

Exekutivdirektorin von Education Cannot Wait (ECW)

„#WeTheWomen sind wir alle. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Frauen vorankommen, Führung übernehmen, erfolgreich sein können. Durch hochwertige Bildung geben wir ihnen die Mittel dafür: Wissen und somit Macht zu erwerben, Reife im Herzen zu entwickeln und ein starkes Selbstvertrauen aufzubauen, um ihre Träume und die Träume aller Frauen zielstrebig zu verfolgen. Die Zeit ist gekommen, und gemeinsam mit anderen arbeitet #WeTheWomen dafür, den Weg frei zu machen, hier und jetzt.“

Rebeca Grynspan

Rebeca Grynspan

Generalsekretärin der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD)

„Ich sehe überall, wie Frauen sich in der Politik und in der Gesellschaft behaupten, für ihre Rechte kämpfen, etwas bewegen. Trotz der aktuell schwierigen Lage in der Welt bin ich optimistisch und glaube an die kommenden Generationen.“

Laura Frigenti

Laura Frigenti

Chief Executive Officer der Global Partnership for Education

„Für mich ist #WeTheWomen Ausdruck dafür, welche Transformationskraft Bildung hat. Bildung prägt Mädchen und Frauen und befähigt sie, zukünftig Führungspositionen zu übernehmen. Mit der Initiative setzen wir uns dafür ein, dass alle Mädchen ihr Potenzial entfalten und ihr Leben und die Zukunft ihrer Gemeinden aus eigener Kraft voranbringen können. Wir sorgen dafür, dass Bildung als Fundament für Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen dient.“

Nardos Bekele-Thomas

Nardos Bekele-Thomas

Geschäftsführerin der Entwicklungsagentur der Afrikanischen Union (AUDA-NEPAD)

„#WeTheWomen symbolisiert den Willen, Geschlechterungleichheiten abzubauen, Stereotype zu hinterfragen und eine Welt zu schaffen, in denen die Beiträge von Frauen Anerkennung, Respekt und Wertschätzung erfahren. So entsteht eine Kultur der Solidarität unter Schwestern, die anerkennt, was von den Frauen vor uns erreicht wurde, die uns jedoch gleichzeitig daran erinnert, die Tür für die jungen Frauen zu öffnen, die nach uns kommen.“

Yadir Salazar Mejía

Yadir Salazar Mejía

Botschafterin von Kolumbien in Deutschland

„Ich möchte mit meiner täglichen Arbeit Vorbild sein und Mädchen und Frauen in Kolumbien motivieren, mehr Einfluss auf Entscheidungsprozesse auf bilateraler und multilateraler Ebene zu gewinnen.“

Heidy Rombouts

Heidy Rombouts

Generaldirektorin für Entwicklungszusammenarbeit des belgischen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit

„Ich glaube, dass Frauen häufig andere Frauen inspirieren. Ein herausragendes Beispiel ist Ruth Bader Ginsburg, die betont hat, dass Frauen überall dort sein sollten, wo Entscheidungen getroffen werden.“

Starke Frauen – Starke Gesellschaften

30 %

Anstieg der landwirtschaftlichen Erträge bei gleichberechtigtem Zugang zu Produktionsmitteln

Die Müttersterblichkeit könnte bei besserer medizinischer Versorgung von Frauen um

2/3

sinken

70 %

des weltweiten Gesundheitspersonals sind weiblich

20 %

Anstieg der Chance auf Einhaltung eines Friedensabkommens, wenn Frauen an Verhandlungen beteiligt werden


Mehr Bildung

von Frauen und Mädchen verringert die Zahl der Kinderehen und ungeplanten Schwangerschaften



28 Billionen US-Dollar

Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums bis 2025, wenn Frauen gleichgestellt beteiligt werden

Erläuterung

  • Bekämen Frauen in der Landwirtschaft weltweit den gleichen Zugang zu Produktionsmitteln wie Männer, könnten die Erträge um bis zu 30 Prozent steigen.
  • Die Müttersterblichkeit könnte auf ein Drittel der aktuellen Zahl reduziert werden, wenn alle Frauen Zugang zu der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Versorgung erhalten.
  • Frauen machen 70 Prozent des weltweiten Gesundheitspersonals aus. Ihr Fachwissen war für die Bewältigung der Corona-Pandemie unerlässlich.
  • Sind Frauen aktiv an Friedensverhandlungen beteiligt, steigen die Chancen um 20 Prozent, dass ein Friedensabkommen mindestens zwei Jahre hält. Zudem ist es wahrscheinlicher, dass getroffene Vereinbarungen umgesetzt werden.
  • Bildung von Frauen trägt zur Verringerung von Kinderehen und ungeplanten Frühschwangerschaften bei. Mit Bildung steigt die Mutter-Kind-Gesundheit, die Ernährung und das Wohlbefinden von Kindern verbessern sich.
  • Eine Studie (Externer Link) des McKinsey Global Institute zeigt, dass die globale Wirtschaft bei gleichgestellter Beteiligung von Frauen bis 2025 um 28 Billionen US-Dollar wachsen könnte.

Feministische Entwicklungspolitik

Logo der Strategie für eine feministische Entwicklungspolitik, vier Hände in unterschiedlichen Rot- und Orangetönen übereinander

Die deutsche Entwicklungspolitik engagiert sich für starke und gerechte Gesellschaften weltweit. Im März 2023 stellte Bundesministerin Svenja Schulze ihre Strategie für eine feministische Entwicklungspolitik vor. Ziel ist es, Frauen weltweit die gleichen Rechte und den gleichen Zugang zu Ressourcen zu garantieren wie Männern. Und darauf hinzuwirken, dass Frauen in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen gleichberechtigt vertreten sind. Bis 2025 sollen über 90 Prozent der neu zugesagten Projektmittel des BMZ in Vorhaben fließen, die die Gleichstellung voranbringen.

Partnerschaften

Veränderung erreichen wir nicht allein. In internationalen Allianzen wie zum Beispiel Women Rise for All engagiert sich Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze mit der stellvertretenden UN-Generalsekretärin Amina Mohammed, um feministische Entwicklungspolitik gemeinsam mit Minister*innen, Menschenrechtsaktivist*innen und Prominenten weltweit zu stärken. Dabei legt sie besonderen Wert darauf, die Perspektiven von Frauen aus unseren Partnerländern miteinzubeziehen.

Weitere Informationen zu den genannten Initiativen der UN finden Sie hier:

Aktuelles

Treffen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (von links nach rechts): Vera Songwe, Rebeca Grynspan, Svenja Schulze, Anne Beathe Tvinnereim und Yadir Salazar Mejía, im Hintergrund virtuell zugeschaltet: Bajabulile Swazi Tshabalala

Bundesministerin Svenja Schulze setzt sich zusammen mit führenden Frauen aus der internationalen Politik für eine weltweite Bewegung für Geschlechtergleichstellung ein. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2024 haben Ministerin Schulze, Vera Songwe (Gründerin und Vorsitzende der Liquidity and Sustainability Facility), Rebeca Grynspan (Generalsekretärin der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, UNCTAD), Anne Beathe Tvinnereim (Entwicklungsministerin von Norwegen), Yadir Salazar Mejía (Botschafterin von Kolumbien in Deutschland) und Bajabulile Swazi Tshabalala (Vice President der Afrikanischen Entwicklungsbank) über die Rolle von Frauen in Friedensprozessen gesprochen und ihre gemeinsame Unterstützung für #WeTheWomen bekräftigt.

Svenja Schulze und Laura Frigenti

Laura Frigenti (Chief Executive Officer der Global Partnership for Education) und Ministerin Svenja Schulze haben sich bei ihrem letzten Treffen im Februar 2024 in Berlin darüber ausgetauscht, wie Bildung zur Stärkung der Geschlechtergleichstellung beitragen kann.

Stand: 08.03.2024