Wer ist die G7 und wie arbeitet sie?

Die G7 ist keine internationale Organisation, sondern ein informelles Forum von Staats- und Regierungschefs. Der G7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Außerdem ist die Europäische Union bei allen Treffen vertreten.

Bundes­ent­wick­lungs­ministerin Svenja Schulze zu Beginn des letzten G7-Treffens der Außen- und Entwicklungsminister unter britischer G7-Präsidentschaft in Liverpool am 12. Dezember 2021

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze zu Beginn des letzten G7-Treffens der Außen- und Entwicklungsminister unter britischer G7-Präsidentschaft in Liverpool am 12. Dezember 2021

Bundes­ent­wick­lungs­ministerin Svenja Schulze zu Beginn des letzten G7-Treffens der Außen- und Entwicklungsminister unter britischer G7-Präsidentschaft in Liverpool am 12. Dezember 2021

Die Länder der G7 stellen rund zehn Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften etwa 45 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes. Sie gehören zu den größten Beitragszahlern in internationalen Organisationen und finanzieren rund 75 Prozent der von der OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) erfassten weltweiten öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit (ODA (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)).

Höhepunkt eines G7-Jahres sind die Gipfeltreffen. Dort diskutieren die Staats- und Regierungschefs der G7 Schlüsselfragen der Weltpolitik, tauschen ihre Standpunkte aus und entwickeln gemeinsam konstruktive Lösungen. Im Laufe der Jahre hat sich rund um die Gipfeltreffen ein dichter Prozess der politischen Abstimmung zwischen den Regierungen entwickelt. So treffen sich auch Ministerinnen und Minister unterschiedlicher Ressorts zu konkreten Themen und globalen Herausforderungen.

Die Gipfelergebnisse werden von den sogenannten „Sherpas“ (Chefverhandlerinnen und Chefverhandler) und „Sous-Sherpas“ vorbereitet, Ministertreffen je nach Bedarf über Arbeitsgruppen. Im G7-Rahmen kann es neben Gipfel- und Ministertreffen weitere öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen beziehungsweise Fachdialoge zu den Schwerpunktthemen der jeweiligen Präsidentschaft geben.