Pressemitteilung Entwicklungsministerin Alabali Radovan reist mit Wirtschaftsdelegation nach Indonesien – Partnerschaften im Energiesektor gestärkt
Entwicklungsministerin Alabali Radovan: „Nach dem schweren Erdbeben in Indonesien sind meine Gedanken bei den Hinterbliebenen und Angehörigen der vielen Toten und Verletzten.
Ich reise heute mit einer Wirtschaftsdelegation nach Jakarta. Indonesien ist ein zentraler Partner für Deutschland und eins von neun neuen Fokusländern, in denen ich mit meiner Entwicklungspolitik die deutsche Wirtschaft besonders eng beteilige. Wenn wir wirtschaftlich enger zusammenarbeiten, profitieren beide Seiten: Indonesien kommt bei der nachhaltigen Entwicklung schneller voran, und wir stärken gleichzeitig unsere eigene Wirtschaft. Auf meiner Reise will ich gemeinsam mit der indonesischen Regierung und deutschen Unternehmen neue Partnerschaften anstoßen – und dafür sorgen, dass deutsche Firmen leichter Zugang zum indonesischen Markt bekommen. Mit unserer Entwicklungszusammenarbeit unterstützen wir Indonesien bei seiner Energiewende. Wir investieren in erneuerbare Energien und moderne Stromnetze. Das schützt das Klima, schafft neue Jobs vor Ort und eröffnet deutschen Unternehmen zusätzliche Chancen. Beide Länder gewinnen bei einer engeren Zusammenarbeit.“
Für deutsche Technologieanbieter insbesondere aus dem Bereich der erneuerbaren Energien bieten im Zuge der Reise ein Messebesuch, Matchmaking-Formate mit Politik und Wirtschaft sowie eine Roadshow innovativer Start-ups die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Vertreter*innen indonesischer Unternehmen und Start-ups, mit Forschenden und Studierenden der Universität Bogor sowie Regierungsvertreter*innen.
Entwicklungsministerin Alabali Radovan eröffnet gemeinsam mit dem indonesischen Planungsminister die Erneuerbare Energien Messe „Indonesia Sustainable Energy Week“ (ISEW), die von der indonesischen Regierung ausgerichtet und von Deutschland unterstützt wird. Außerdem wird die Ministerin gemeinsam mit der Wirtschaftsdelegation Standorte deutscher Unternehmen wie Bayer und Siemens in Indonesien besuchen sowie Gespräche mit indonesischen Regierungsvertreter*innen führen, darunter der Planungsminister, der Wirtschaftsminister und der Minister für Energie und Rohstoffe. Deutsche Unternehmen leisten bereits einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und sozialgerechten Energiewende in Indonesien. Das BMZ macht dieses Engagement sichtbar: So kommen bei einem von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit geförderten Pilotprojekt - einem solarbetriebenen Kühlhaus -Technologiekomponenten deutscher Unternehmen wie Siemens und dem Kältetechnikspezialisten Bitzer zum Einsatz.
Private Investitionen sind entscheidend für Indonesiens Energiewende und eröffnen gleichzeitig große Chancen für deutsche und europäische Unternehmen. Über die internationale Partnerschaft für eine gerechte Energiewende, die „Just Energy Transition Partnership“ (JETP) mit Indonesien sollen rund 20 Milliarden US-Dollar mobilisiert werden – je zur Hälfte öffentliche und private Mittel. Deutschland treibt die Partnerschaft gemeinsam mit Japan für die G7-Länder sowie die Europäische Union, Dänemark und Norwegen als Co-Leitung voran. Im Rahmen der Energiewende-Partnerschaft unterstützt Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien, der Stromnetze sowie bei der Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen. Das trägt zum Klimaschutz und zu einer stärkeren Resilienz des indonesischen Energiesektors gegenüber globalen Krisen, wie dem Krieg im Persischen Golf, bei. Gleichzeitig verbessert diese Zusammenarbeit für eine gerechte Energiewende Indonesiens die Rahmenbedingungen für den Zugang deutscher Technologieanbieter auf dem indonesischen Markt.
Schon heute wächst das deutsch-indonesische Handelsvolumen kontinuierlich, und Indonesien gewinnt als Absatzmarkt, Energiepartner und Rohstoffstandort – etwa für Nickel – weiter an Bedeutung. Der Zugang zu kritischen Rohstoffen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gelingende Energiewende. Entwicklungsministerin Alabali Radovan wird daher mit den indonesischen Partner*innen auch über vertiefte Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu kritischen Rohstoffen und der Diversifizierung von Lieferketten sprechen. Im Zuge der Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik beteiligt das BMZ deutsche Unternehmen in neun neuen Fokusländern noch enger an entwicklungspolitischen Projekten und dem Dialog mit den entsprechenden Regierungen. Fokusländer für die engere Einbindung der Privatwirtschaft sind neben Indonesien noch Ghana, Kenia, Marokko, Südafrika, Brasilien, Indien, Mexiko und Vietnam. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat für die verstärkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Herbst vergangenen Jahres den BMZ-Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ (Externer Link) vorgestellt.