Ministerin Schulze in Ruanda Deutsch­land unter­stützt Ruanda beim Auf­bau einer Impf­stoff­pro­duk­tion 

Pressemitteilung vom 1. März 2022 | Berlin/Kigali – Im Rahmen ihres Besuchs in Ruanda hat Bundes­ent­wick­lungs­minis­terin Svenja Schulze dem Land deutsche Unter­stüt­zung beim Aufbau einer eige­nen Impf­stoff­pro­duk­tion zugesichert.

impfstoffe symbolbild

Schulze nahm gemeinsam mit dem ruan­di­schen Gesund­heits­minister Daniel Ngamije, Bildungs­staats­minis­terin Claudette Irere und Holm Keller, dem Verant­wort­lichen für Inter­natio­nale Partner­schaften bei BioNTech, an einer Veran­stal­tung an der Uni­versität von Kigali teil, die den Start­schuss für die Zu­sam­men­arbeit bei der Quali­fizie­rung von Arbeits­kräften für die geplante Impf­stoff­pro­duk­tion in Ruanda markiert.

Bei der Veran­stal­tung sprach die Ministerin vor Studie­ren­den des dort an­gesie­delten Master­studien­gangs zu Gesund­heits­logis­tik, die unter anderem für die Ver­tei­lung der produ­zierten Impf­stoffe aus­ge­bildet werden.

Entwicklungsministerin Schulze: "Derzeit werden nur ein Prozent der in Afrika verteil­ten Impf­stoffe auch dort her­ge­stellt. Das ist nicht fair und nicht nachhaltig. Darum wollen wir diese massive Un­gleich­heit gemein­sam verändern.  Die ent­wick­lungs­poli­tische Aufgabe ist es, gemein­sam mit den Partnern an guten Rahmen­bedin­gun­gen zu arbeiten. Ruanda ist hier bereits sehr aktiv. Deutschland wird sein Engage­ment aus­weiten für die Ausbildung von Fach­kräften und die Stärkung von Regu­lierungs­behörden vor Ort. Wenn es uns gelingt, den afrika­nischen Kontinent mit hoch­wertigen Impf­stoffen made in Africa zu versorgen, dann ist das eine gute Versi­che­rung auch gegen künftige Pan­demien und andere Krank­heiten."

Ruanda ist eines der Länder in Afrika, in denen BioNTech in den Aufbau einer Impf­stoff­produk­tion inves­tieren möchte. Am 16. Februar 2022 hat das Unter­nehmen in Marburg die modu­lare Pro­duktions­platt­form ("BioNTainer") in An­wesen­heit der Staats­präsi­denten von Ghana, Ruanda und Senegal vor­gestellt. Die Aus­liefe­rung der Con­tainer­module nach Afrika soll in der zwei­ten Jahres­hälfte 2022 beginnen. Der Besuch von Ministerin Schulze in Ruanda steht daher in einer Reihe mit dem Besuch von Bun­des­präsi­dent Steinmeier in Senegal im Februar.

Das Bundes­ent­wick­lungs­minis­terium (BMZ) unter­stützt den Aufbau der Impf­stoff­pro­duk­tion mit 35,7 Millionen Euro für die Ausbildung der dafür not­wen­digen Fach­kräfte und die Stärkung der zu­stän­digen Re­gulie­rungs­behörde. Damit ist das BMZ größter Geber für die Quali­fizie­rung von Fach­kräften und über­nimmt die Geber­koordi­nie­rung für diesen Teil­bereich. Seit 2016 unterstützt das BMZ bereits das ost­afrika­nische Ex­zellenz­zentrum für Immu­nisierung, Impf­stoffe und Manage­ment von Gesund­heits­liefer­ketten mit Sitz in Kigali.