Senegal Beschäftigungsperspektiven fördern

In Senegal herrscht eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Gleichzeitig fehlen vielen jungen Menschen grundlegende Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt gefordert sind. Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es, den Ansatz „Sport für Entwicklung“ dauerhaft in Ausbildungsinstituten, Berufsschulen und Nichtregierungsorganisationen zu verankern.

So werden den jungen Menschen zum einen arbeitsmarktrelevante persönliche, soziale, methodische und professionelle Schlüsselkompetenzen vermittelt. Zum anderen steigt die Qualität von berufsbildenden Programmen. So trägt der Sport dazu bei, die Zukunftschancen der jungen Menschen zu verbessern.

„Sport für Entwicklung“ konzentriert sich in Senegal auf folgende Bereiche:

  • Politische Institutionen, Partnerorganisationen und Einrichtungen der (beruflichen) Bildung werden darin unterstützt, „Sport für Entwicklung“ als pädagogischen Ansatz in ihre Lehrpläne zu integrieren.
  • Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter werden darin ausgebildet, qualitativ hochwertige Sportangebote umzusetzen, die die Gleichstellung der Geschlechter, Bildung und Gesundheit fördern.
  • Durch den Bau und die Instandsetzung von einfachen Sportplätzen erhalten benachteiligte Kinder und Jugendliche sichere Räume, um Sport treiben zu können. Außerdem werden Nutzerkomitees eingerichtet, die sich um die nachhaltige Nutzung und Instandhaltung der Sportplätze kümmern.


Bisher wurden folgende Ziele erreicht

Flugzeug auf dem Leopold-Sedar-Senghor Flughafen in Dakar, Senegal. Im Hintergrund das African Renaissance Monument.

Ein „Sport für Entwicklung“-Modul ist Bestandteil der Qualifikation von Sportlehrerinnen und -lehrern an zwei staatlichen Ausbildungseinrichtungen in Dakar und Thiès. Auch die Don-Bosco-Zentren in diesen beiden Städten und die SOS-Kinderdörfer in Dakar, Kaolack und Ziguinchor haben das Modul in ihr Angebot integriert.

90 Personen aus den Bereichen Lehre, Sozialarbeit und Sporttraining dienen nach ihrer Ausbildung in der Methode „Sport für Entwicklung“ als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Sie vermitteln jungen Menschen Schlüsselqualifikationen für den Arbeitsmarkt und weitere persönliche Fähigkeiten.

In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen vor Ort sind verschiedene Handbücher erstellt worden. Sie ermöglichen es den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, ihr Wissen zu festigen und weiterzugeben.

Insgesamt sind zehn Sportplätze in Dakar, Thiès, Kaolack und Ziguinchor neu errichtet oder renoviert worden.

Stand: 18.01.2023