Malawi Aufbau und Finanzierung sozialer Sicherungssysteme

In Malawi gilt ein Fünftel der Bevölkerung als extrem arm. Zehn Prozent der Armen sind zudem nur bedingt erwerbsfähig, weil sie sich um Angehörige kümmern müssen, weil sie behindert, chronisch krank, zu alt oder noch zu jung sind. Für diese Bevölkerungsgruppe hat die malawische Regierung das Social Cash Transfer Programme entwickelt. Gemeinsam mit der EU unterstützt das BMZ dieses Grundsicherungsprogramm. Rund 130.000 Haushalte mit insgesamt mehr als 580.000 Personen erhalten Sozialleistungen.

Im Rahmen eines von der KfW geförderten Sozialtransferprogramms werden im Süden von Malawi kleine Summen an extrem arme Menschen ausgezahlt.

Im Rahmen eines von der KfW geförderten Sozialtransferprogramms werden im Süden von Malawi kleine Summen an extrem arme Menschen ausgezahlt.

Im Rahmen eines von der KfW geförderten Sozialtransferprogramms werden im Süden von Malawi kleine Summen an extrem arme Menschen ausgezahlt.
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Landschaft in Zentralmalawi

Eine fachliche Bewertung des Programms hat gezeigt, dass es in den anspruchsberechtigten Haushalten Armut reduziert: Sie erwirtschaften im Schnitt mit jedem Euro Sozialleistung 1,70 Euro. Familien mit Anspruch auf den Zuschuss essen zudem regelmäßiger, ihre Kinder gehen länger zur Schule und es gibt weniger frühe Schwangerschaften. Auch die Zahl der Haushalte, die über Vieh oder Land verfügen, hat sich erhöht, die wirtschaftliche Situation der unterstützten Familien wurde insgesamt verbessert.

Das deutsche Engagement für die Stärkung der sozialen Sicherung in Malawi ist langfristig angelegt. Das BMZ unterstützt die Regierung zum Beispiel auch beim Aufbau eines Sozialregisters, damit anspruchsberechtigte Haushalte besser und schneller identifiziert werden können.


Stand: 11.10.2022