Zusammenarbeit konkret Multilaterale Zusammenarbeit: Der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM)

Die multilaterale Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) über den GFATM zeigt im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit, wie globale Finanzierungsmechanismen gezielt Versorgungslücken adressieren können. Der GFATM unterstützt integrierte Ansätze, die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen systematisch miteinander verbinden.

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Logo: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM)

In der HIV (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Versorgung richtet sich der Fokus insbesondere auf jugendliche Mädchen und junge Frauen sowie auf die Prävention der Mutter-Kind-Übertragung. Trotz erheblicher Fortschritte (85 Prozent der schwangeren Frauen mit HIV erhielten 2024 in unterstützten Ländern eine antiretrovirale Therapie) werden weiterhin jährlich rund 120.000 Kinder mit HIV geboren, obwohl diese Übertragungen vermeidbar sind. Gleichzeitig bestehen erhebliche Versorgungslücken bei Kindern, von denen weltweit nur etwa die Hälfte Zugang zu einer Behandlung haben. Um die Versorgung von Kindern zu verbessern und die Mutter-Kind-Übertragung von HIV zu beenden, stärkt der GFATM frühzeitige Diagnostik, Therapien spezifisch für Kinder und gemeindenahe Versorgungsmodelle.

Im Bereich der Tuberkulose adressiert der GFATM die Unterdiagnose und Unterversorgung von Kindern und Jugendlichen. Durch Investitionen in kindgerechte Diagnostik (zum Beispiel molekulare Tests, alternative Proben) und verkürzte Therapieansätze sowie den Ausbau präventiver Behandlung konnten beispielsweise im Jahr 2023 667.000 Kinder unter fünf Jahren eine Tuberkulosetherapie beginnen.

In der Malariabekämpfung konzentrieren sich die Maßnahmen auf besonders vulnerable (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Gruppen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle tragen. Hierzu gehören Kinder und schwangere Frauen. 2024 betrafen in afrikanischen Staaten südlich der Sahara 75 Prozent der malariabedingten Todesfälle Kinder unter fünf Jahren. Vor diesem Hintergrund kommt gezielten Präventionsmaßnahmen eine zentrale Bedeutung zu. Durch die saisonale Malaria-Chemoprävention konnten 2024 rund 50,9 Millionen Kinder geschützt werden. Die Einbindung präventiver Maßnahmen in die Schwangerschaftsvorsorge ermöglichte es, im selben Jahr 17,8 Millionen schwangere Frauen zu erreichen. Die Einführung von Malariaimpfungen durch die Impfallianz Gavi (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)verspricht weitere Eindämmung von Malaria.

Die Arbeit des GFATM verdeutlicht, dass multilaterale Zusammenarbeit durch die Bündelung von Ressourcen, koordinierte Partnerschaften und integrierte Versorgungsansätze entscheidend dazu beiträgt, strukturelle Ungleichheiten im Zugang zu Gesundheitsleistungen für Kinder und Jugendliche zu reduzieren.