Eine Mitarbeiterin des International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi

Deutsches Engagement Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft fördern

Das BMZ stellt seit vielen Jahrzehnten beträchtliche Mittel für die entwicklungsorientierte Agrarforschung zur Verfügung. Derzeit sind es bis zu 27 Millionen Euro pro Jahr.

So fördert das BMZ die globale Forschungspartnerschaft für eine ernährungssichere Zukunft CGIAR, das International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE (Externer Link)) und das World Vegetable Center (Externer Link). Um die weltweite Artenvielfalt wichtiger Kulturpflanzen zu sichern, unterstützt Deutschland zwölf internationale Saatgutbanken.


Unterstützung durch Geld und Fachpersonal

Wissenschaftler am International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi

Wissenschaftler am International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi

Wissenschaftler am International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi

Die Förderung durch Deutschland erfolgt zum einen direkt über die Weltbank und zum anderen über den Fonds für Internationale Agrarforschung (FIA) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), um sowohl das CGIAR Forschungsportfolio als Ganzes zu unterstützen als auch thematische Akzente zu setzen. Außerdem unterstützt das BMZ den Einsatz integrierter Fachkräfte über den PeOPLE Fonds. Dabei sind FIA und PeOPLE eng verzahnt: Während FIA entwicklungsrelevante Forschungsprojekte finanziert und berät, entsendet der PeOPLE Fonds Fachkräfte in die Agrarforschungsinstitute und andere relevante Organisationen, die die konkrete Anwendung und Verbreitung der Forschungsergebnisse sicherstellen.

Grüne Innovationszentren

Züchtung von Weizen im Gewächshaus des Agrarforschungsinstitutes CIMMYT in Texcoco, Mexiko

Mit seiner Sonderinitiative „Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme“ hat das BMZ 2014 eine Innovationsoffensive in der Landwirtschaft gestartet: In 16 Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wurden Grüne Innovationszentren ins Leben gerufen.

Sie sollen dazu beitragen, die regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln zu verbessern, das Einkommen von kleinbäuerlichen Betrieben zu steigern und neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen.

Digitale Innovationen

Bu­ku­ra Agri­cul­tu­ral Trai­ning Cent­re in Ke­nia: Bäue­rin­nen er­hal­ten per SMS In­for­ma­tio­nen über das Wet­ter.
Bukura Agricultural Training Centre in Kenia: Bäuerinnen erhalten per SMS Informationen über das Wetter.

Zunehmend werden digitale Technologien als wichtige Treiber für die Modernisierung des Agrar- und Ernährungssektors gesehen. Innovationen kommen dabei aus einer wachsenden Start-up- und Gründerszene. Diese jungen Unternehmen entwickeln digitale Lösungen für verbreitete Probleme des Sektors. Dazu zählen zum Beispiel die Verfügbarkeit von Beratungsdienstleistungen, der Marktzugang für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die Qualitätsverbesserung bei Anbau- und Erntemethoden, die Organisation der Lagerung, Logistik und Weiterverarbeitung oder auch der Zugang zu Finanzdienstleistungen für die ländliche Bevölkerung.

Die Bundesregierung unterstützt die Verbreitung erprobter digitaler Innovationen über eine gezielte Förderung ausgesuchter Start-ups des Agrar- und Ernährungssektors in Afrika.

Stand: 27.01.2026