Wasserkraftwerk in Uganda

Wasserkraft Energie umweltfreundlich gewinnen

Wenn es um die Erzeugung von Elektrizität geht, ist Wasserkraft der „Klassiker“ unter den erneuerbaren Energien: Seit mehr als 100 Jahren wird fließendes Wasser zur Stromerzeugung eingesetzt. Unter den erneuerbaren Energien ist die Wasserkraft am weitesten verbreitet, ihr Anteil an der weltweiten Stromproduktion liegt aktuell bei mehr als 16 Prozent.

Wasserkraftwerke haben viele Vorteile: Sie erzeugen keine klimaschädlichen Abgase, sind technisch ausgereift, haben einen sehr hohen Wirkungsgrad und ihre Energieerzeugung ist – von extremen Dürren abgesehen – deutlich besser planbar als zum Beispiel die aus Sonne oder Wind. Viele Wasserkraftanlagen bieten zudem Zusatznutzen für die landwirtschaftliche Bewässerung, die Trinkwasserversorgung, den Hochwasserschutz oder die Schiffbarkeit von Flüssen.


Großes Potenzial – Folgen für Umwelt und Bevölkerung

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Für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien kann die Wasserkraft also eine sehr wichtige Rolle spielen. So werden zum Beispiel in Afrika Schätzungen zufolge erst zehn Prozent des Potenzials genutzt, das die Flüsse des Kontinents bieten. Allerdings muss bei jedem Kraftwerksneubau die Frage der Nachhaltigkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sorgfältig geprüft werden. Denn die Neubauten greifen teilweise sehr stark in die Natur und das Leben der Menschen in der Region ein – vor allem gilt das für den Bau großer Staudämme. Bei unvermeidbaren Umsiedlungen muss darauf geachtet werden, dass die Bevölkerung angemessen entschädigt und am Ertrag des Projekts beteiligt wird. Auch die Grundlagen zum Lebensunterhalt müssen langfristig erhalten werden.

Das BMZ unterstützt seine Partnerländer vor allem im Bereich der sogenannten Kleinwasserkraft. Große Staudammprojekte werden nur selten gefördert und müssen in jedem Fall die Empfehlungen der Weltstaudammkommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (WCD) zur ökologischen und sozialen Verträglichkeit erfüllen.