Solaranlage zur Stromversorgung einer Grundwasserpumpe im Südwesten von Bangladesch. Das geförderte Grundwasser wird zur Bewässerung der angrenzenden Felder genutzt.

Solarenergie Die Kraft der Sonne nutzen

Bislang deckt die Solarenergie nur einen kleinen Teil des weltweiten Energiebedarfs. Selbst in Deutschland, das eine Vorreiterrolle einnimmt, trägt sie derzeit nur etwa acht Prozent zur gesamten Stromerzeugung bei. Doch Solarenergie hat großes Zukunftspotenzial. Gerade an abgelegenen Orten der Erde ist sie schon heute oft die beste Form der Energieversorgung.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen der Nutzung von Solarenergie: Photovoltaik und Solarthermie.


Photovoltaik

Siehe auch
Kinder in einem Klassenzimmer in Norduganda, das mit Solarstrom beleuchtet wird.

Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in Elektrizität. Die Kosten für Photovoltaikanlagen sind in den vergangenen Jahren drastisch gesunken und Experten rechnen mit weiteren Preissenkungen in der Zukunft. Die in den Anlagen verwendeten Solarzellen sind sehr robust und wartungsarm. Sie eignen sich besonders gut für eine dezentrale Stromversorgung.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) finanziert das BMZ zum Beispiel Photovoltaikanlagen, die entlegene Dörfer mit Strom versorgen. Maßnahmen der technischen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) dienen der Beratung von Behörden und Unternehmen in Fragen der Marktentwicklung oder der Aus- und Fortbildung von Fachkräften.

Solarthermie

Solarthermie ist die Erzeugung von Wärme aus Sonnenenergie. Dazu fließt Wasser oder eine andere Flüssigkeit durch Rohre, die von der Sonne erwärmt werden. Die Flüssigkeit gibt ihre so aufgenommene Wärmeenergie über einen Wärmetauscher weiter – zum Beispiel an den Wasserkreislauf einer Heizungsanlage oder an einen Warmwasserspeicher. In solarthermischen Kraftwerken wird aus konzentriertem Sonnenlicht heißer Wasserdampf erzeugt, mit dem Dampfturbinen und Stromgeneratoren angetrieben werden.