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2015

Newsletter 05 | 2. Oktober 2015


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Entwicklungspolitik aktuell
Nachrichten aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung


Liebe Leserin, lieber Leser,

"Wir können die erste Generation sein, die die weltweite Armut beendet – ebenso wie wir die Letzten sein könnten, die die Chance haben, den Planeten zu retten." Dieses Zitat stammt aus der neuen 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung, die am 25. September auf dem UN-Gipfel in New York verabschiedet wurde. Es bringt unsere Lage gut zum Ausdruck: Wir sind zwar mit Gefahren konfrontiert, haben es aber in der Hand, sie abzuwenden.

Um die Chancen der Menschheit auf ein gesundes und zufriedenes Leben in Freiheit und Sicherheit zu wahren, brauchen wir weltweit einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz, so wie ihn die neue Agenda vorgibt. Und wir brauchen ihn schnell, denn die Zeit drängt.

Die 17 Ziele der Agenda sollen dazu beitragen, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen. Wie wichtig das ist, führt uns die aktuelle Flüchtlingskrise eindrucksvoll vor Augen. Alle Staaten müssen gemeinsam daran arbeiten, dass sich die Situation der Menschen und der Umwelt verbessert. Wenn das gelingt, bekämpfen wir viele Ursachen, die Menschen zur Flucht zwingen.

Die Bekämpfung von Fluchtursachen steht derzeit im Mittelpunkt der Arbeit des BMZ. Mehr darüber und über die neue 2030-Agenda erfahren Sie in diesem Newsletter.

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BMZ-Internetredaktion


UN-Gipfel in New York

Müller: "Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beginnt jetzt"

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller war vom 25. bis 27. September in New York und hat am UN-Gipfel zur nachhaltigen Entwicklung teilgenommen. Dort wurde die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, ein Weltzukunftsvertrag mit 17 Nachhaltigkeitszielen, die für alle Länder gelten.

"Es sind ambitionierte Ziele, die sich die Weltgemeinschaft gegeben hat, um Hunger und Armut endlich zu beenden und um den Klimawandel stoppen. Jetzt müssen den Worten auch schnell Taten folgen. Eine Welt ohne Hunger ist möglich, wir – in den reichen Industrieländern – können und müssen neu teilen lernen", so Müller. Die neuen Nachhaltigkeitsziele seien die beste Grundlage, Fluchtursachen zu vermeiden und den Menschen vor Ort in ihren Heimatländern Perspektiven zu schaffen.

Die Bekämpfung von Fluchtursachen steht derzeit im Mittelpunkt der Arbeit des BMZ. Am Rande des Gipfels sprach Minister Müller unter anderem mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und EU-Kommissar Neven Mimica über mehr Hilfe für die Länder rund um Syrien. In der UNICEF-Zentrale in New York informierte er sich über die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen in der Flüchtlingskrise. UNICEF-Chef Anthony Lake erklärte, dass allein in Libanon 100.000 Kinder dank UNICEF und deutscher Unterstützung zur Schule gehen können.

Außerdem traf Müller sich zu Gesprächen mit Staats- und Regierungschefs aus Afrika sowie mit prominenten Unterstützern von Entwicklungsländern wie Bill Gates und ONE-Mitbegründer und U2-Sänger Bono.


Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Ein Zukunftsvertrag für die Welt

Am 25. September wurde auf einem UN-Gipfel in New York die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Sie war zuvor mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt entwickelt worden. Die neue Agenda hat die Form eines Weltzukunftsvertrags und soll helfen, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen. Ihre 17 Ziele verknüpfen das Prinzip der Nachhaltigkeit mit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung. So werden Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit erstmals in einer international gültigen Agenda zusammengeführt.

Die 2030-Agenda ist getragen vom Geist einer neuen globalen Partnerschaft – eine Einteilung in "Geber" und "Nehmer" oder in "erste", "zweite" und "dritte Welt" wird abgelöst vom Gedanken der gemeinsamen Verantwortung für Menschen und Planeten. Die Ziele der neuen Agenda gelten für Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer gleichermaßen. Ab 2016 werden sie an die Stelle der Millenniumsentwicklungsziele treten, die sich die Weltgemeinschaft Anfang des Jahrtausends gesetzt hat.


Müller beim UN-Gipfel in New York und bei der ZukunftsTour in München

Screenshot aus dem Video: Entwicklungsminister Gerd Müller beim UN-Gipfel zur 2030-Agenda und EINEWELT-ZukunftsTour in München

Nach der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele beim UN-Gipfel in New York hat Bundesminister Müller dafür geworben, den neuen Weltzukunftsvertrag zügig umzusetzen. Bei der ZukunftsTour in München am 28. September gab der Minister den Startschuss dafür: "Wir wollen Nachhaltigkeitsweltmeister sein".

Einen Video-Bericht über die Reise finden Sie hier.

Fotos aus New York und München finden Sie hier.



ZukunftsTour 2015/2016

Bürgerdialog über globale Herausforderungen

Hannover, Bremen, Magdeburg, Hamburg, Potsdam, Rostock und München waren die bisherigen Stationen der ZukunftsTour des BMZ. Bei der Tour quer durch Deutschland werden die Themen der Zukunftscharta "EINEWELT – unsere Verantwortung" diskutiert und mit Leben gefüllt. Die Zukunftscharta wurde in einem breiten gesellschaftlichen Dialog erarbeitet. Im ihrem Mittelpunkt stehen globale Herausforderungen, die uns alle angehen – Klimaschutz, Hunger, Armut, Flucht und Migration. Die ZukunftsTour ist Teil der Vorbereitungen Deutschlands zur Umsetzung der neuen Nachhaltigkeitsziele, die im September von den Vereinten Nationen in New York verabschiedet wurden.

In München hob Minister Müller die Signalwirkung der Beschlüsse von New York hervor und erklärte: "Jetzt kommen wir vom Verhandeln zum Handeln und müssen uns alle an die Arbeit machen."


Kurz gemeldet: Fluchtursachen bekämpfen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller trifft  Bono, Sänger der Band U2 sowie Mitgründer und Vorstand der Entwicklungsorganisation ONE

Perspektiven schaffen
Mehr Entwicklungspolitik weltweit zur Bekämpfung von Fluchtursachen

Minister Müller hat im September Bono, Sänger der irischen Band U2 und Mitgründer der Entwicklungsorganisation ONE, getroffen. Müller würdigte das entwicklungspolitische Engagement des Sängers: "Was wir im Moment mit Hunderttausenden Flüchtlingen erleben, die aus Not und Elend zu uns kommen, zeigt: Wir brauchen mehr Entwicklungspolitik auf der Welt, um dort, wo die Menschen keine Perspektiven haben, Perspektiven zu schaffen. Gemeinsam setzen wir das Signal: Wir kommen zu euch, und wir unterstützen euch. Ich freue mich, dass wir dafür wichtige prominente Botschafter wie Bono haben, die sich auch gegen Hunger und Armut weltweit engagieren."

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Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn in einer Registrierungsstelle für Flüchtlinge in Islamabad im Gespräch mit afghanischen Flüchtlingen

Unterstützung für Flüchtlinge
Deutschland sagt Pakistan zehn Millionen Euro zu

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn hat im September eine der zentralen Registrierungsstellen für afghanische Flüchtlinge in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad besucht. Das BMZ unterstützt Pakistan und Afghanistan derzeit mit Projekten zur Versorgung, Registrierung und sicheren Rückkehr von Flüchtlingen mit einem Volumen von insgesamt 19,5 Millionen Euro. Thomas Silberhorn sagte dem pakistanischen Finanzminister Ishaq Dar zusätzliche Unterstützung bei der Reintegration von Binnenflüchtlingen und dem Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur in der Grenzregion zu Afghanistan in Höhe von zehn Millionen Euro zu.

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Uganda
Zusammenarbeit in den Bereichen Migration und Klimawandel verstärken

Der Persönliche Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin und Afrikabeauftragte des BMZ, Günter Nooke, ist im September zu politischen Gesprächen nach Uganda gereist. Durch die anhaltenden Konflikte im Südsudan und Burundi steigt die Anzahl der Flüchtenden, die in Uganda Schutz suchen. Nooke tauschte sich mit Regierungsvertretern über die Themen Migration und Klimawandel aus. "In diesen Bereichen müssen wir unsere Zusammenarbeit mit den afrikanischen Partnern intensivieren. Nur wenn alle Seiten Verantwortung übernehmen, können wir Fluchtursachen bekämpfen und den Klimawandel eindämmen", so Nooke.

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Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio in der albanischen Hauptstadt Tirana

Fluchtursachen bekämpfen
"Religionen zu Partnern für Frieden und Entwicklung machen"

Die Flüchtlingskrise war ein Schwerpunkt beim interreligiösen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio in Tirana, an dem der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn teilnahm: "Die Religionen leisten einen wichtigen Beitrag zu Versöhnung und Verständigung. Ohne diesen Dialog wird es keinen dauerhaften Frieden geben – weder im Nahen Osten noch sonst wo auf der Welt. Wir wollen die Religionsgemeinschaften deshalb noch stärker zu Partnern für Frieden und nachhaltige Entwicklung machen." 2014 hat das BMZ einen Dialog zur Rolle der Religionen für nachhaltige Entwicklung und Frieden angestoßen.

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Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik

Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik 2015/16: Titelbild der aktuellen Wettbewerbsrunde "Umgang mit Vielfalt: Unterschiede verbinden – Gemeinsam einzigartig!"

Unter dem Motto "Umgang mit Vielfalt: Unterschiede verbinden – gemeinsam einzigartig!" fordert der Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen auf, sich mit der Vielfalt in der Welt zu beschäftigen.

Texte, Fotos, bewegte Bilder, Malereien, Musik- und Theaterstücke, ein Blog oder eine ganze Website – der Wettbewerbsbeitrag kann in jeder denkbaren Form eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 1. März 2016. Ausführliche Informationen darüber gibt es auf der Website www.eineweltfueralle.de




Lexikon der Entwicklungspolitik

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