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2014

Newsletter 08 | 19. Dezember 2014


EINEWELT-Zukunftsforum: Blick ins Publikum. Urheberrecht: Michael Gottschalk/photothek
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller begrüßt Bill Gates, den Gründer der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, im Bundesentwicklungsministerium in Berlin

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem EINEWELT-Zukunftsforum. Urheberrecht: Michael Gottschalk/photothek

Entwicklungspolitik aktuell
Nachrichten aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung



Liebe Leserin, lieber Leser,

"Es gibt nicht mehr eine erste, zweite, dritte Welt. Es gibt nur noch die EINEWELT, für die wir alle Verantwortung haben. Die Welt braucht Zukunft, die Welt braucht Werte für globales Wirtschaften und Handeln", erklärte Entwicklungsminister Gerd Müller am 24. November auf dem EINEWELT-Zukunftsforum in Berlin. Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe der in einem breiten gesellschaftlichen Diskussionsprozess entstandenen Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Eines der Themen der Zukunftscharta ist Klimaschutz. Die Charta betont, dass Deutschland seine Rolle "als internationaler Vorreiter beim verbindlichen Klimaschutz konsequent fortführen und durch die glaubwürdige Umsetzung vereinbarter Ziele und Zusagen festigen" muss. Einen Beitrag dazu hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf seiner Reise nach Kolumbien und nach Peru geleistet. In Lima nahm er an der UN-Klimakonferenz teil, bei der er verschiedene Projekte zum Klimaschutz auf den Weg gebracht hat.

Das BMZ wird nun jährlich Bilanz ziehen, was es zur Umsetzung der Zukunftscharta beigetragen hat. Und auch Gerd Müller zog Bilanz. Er stellte am 17. Dezember vor, was sein Ministerium in den ersten zwölf Monaten seiner Amtszeit konkret getan hat.

Mehr darüber und über weitere Themen, die die Arbeit des BMZ in den vergangenen Wochen prägten, erfahren Sie in diesem Newsletter.

Wir wünschen Ihnen friedliche und erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Ihre
BMZ-Internetredaktion


Bilanz: Ein Jahr Entwicklungspolitik von Bundesminister Gerd Müller

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. Urheberrecht: Thomas Trutschel/photothek

Genau ein Jahr nach seiner Vereidigung hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller am 17. Dezember die Bilanz seines ersten Amtsjahres vorgestellt.

Darin heißt es: "Unsere Entwicklungspolitik steht unter dem Leitgedanken 'EINEWELT – unsere Verantwortung'. Unsere Politik ist wertebasiert, und wir stellen die Würde des Menschen und die Bewahrung der Schöpfung in den Mittelpunkt. Nachhaltigkeit muss Ziel aller Entwicklung sein."


Klimapolitik

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besucht ein Dorf des indigenen Volks der Guayabero bei San José del Guaviare in Kolumbien. Urheberrecht: Michael Gottschalk/photothek

Regierungsverhandlungen in Bogotá und UN-Klimakonferenz in Lima

"Der Klimawandel ist eine Überlebensfrage der Menschheit. Es ist eine gewaltige Kraftanstrengung, uns global auf das Zwei-Grad-Ziel zu verständigen. Wenn wir jetzt scheitern, wird eine menschenwürdige Anpassung an den Klimawandel kaum noch möglich sein", so Bundesentwicklungsminister Gerd Müller während der UN-Klimakonferenz in Lima. Seine Reise im Dezember nach Kolumbien und Peru stand ganz im Zeichen der Klimapolitik.

Das erste Ziel war die kolumbianische Hauptstadt Bogotá. Minister Müller führte dort Regierungsverhandlungen. Die kolumbianische Regierung will die Entwaldung im Land bis 2020 auf null reduzieren. Deutschland unterstützt sie dabei. Entsprechende Klimaprogramme sind daher ein wichtiger Bestandteil der für die nächsten zwei Jahre vereinbarten Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus fördert das BMZ den Friedensprozess in Kolumbien.

Anschließend reiste Bundesentwicklungsminister Müller nach Peru und nahm an der UN-Klimakonferenz in Lima teil. Er brachte dort verschiedene Projekte in den Bereichen Waldschutz und Klimaanpassung auf den Weg. Unter anderem startete er ein Programm zur Nutzung von Erdwärme und sagte mehr Mittel für Vorhaben zur nachhaltigen Nutzung von Wäldern zu.

Bereits im November kamen die Geber der internationalen Klimafinanzierung in Berlin zusammen und gaben den Startschuss für die Erstauffüllung des Grünen Klimafonds. Mittlerweile sind bereits mehr als 10 Milliarden US-Dollar in den Fonds geflossen, der Entwicklungsländer dabei unterstützen soll, die Folgen des Klimawandels besser abzufedern.


Video: Gerd Müller in Kolumbien und Peru

Standbild aus dem Video über die klimapolitische Reise von Entwicklungsminister Gerd Müller nach Kolumbien und Peru

Der Schwerpunkt einer viertägigen Reise von Entwicklungsminister Gerd Müller nach Kolumbien und Peru lag auf dem Thema Klimaschutz. "Die Tropenwälder sind die Lunge unseres Planeten. Ohne Pflanzen, ohne Wälder gibt es kein Leben. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels haben der Schutz der Umwelt und der nachhaltige Umgang mit unseren Ressourcen einen immer wichtigeren Stellenwert in unserer Entwicklungspolitik", so Müller.

Einen Video-Bericht über seine Reise finden Sie hier


EINEWELT-Zukunftsforum

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des EINEWELT-Zukunftsforums bei der Übergabe der Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Urheberrecht: Michael Gottschalk/photothek

Minister Müller übergibt Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Merkel

Auf dem EINEWELT-Zukunftsforum am 24. November in Berlin hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Die knapp 60 Seiten starke Charta mit dem Titel "EINEWELT – unsere Verantwortung" gibt Empfehlungen für nachhaltiges Handeln in verschiedenen Lebensbereichen. Sie wurde in einem breiten gesellschaftlichen Dialog erarbeitet, den Entwicklungsminister Müller im April gestartet hatte. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger haben sich daran beteiligt.

Bundeskanzlerin Merkel hob in ihrer Rede hervor, dass die Tatsache, dass diese Charta "von unten her entstanden" ist, ein "einmaliger oder zumindest seltener Prozess" sei. Zugleich betonte sie: "Unsere internationale Glaubwürdigkeit hängt davon ab, ob wir diese Prinzipien auch selbst leben." Und sie sprach sich für eine globale Partnerschaft aus, "die sich im Alltag von möglichst vielen Menschen auswirkt".

Etwa 100 Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit und rund 3.000 Gäste nahmen am Zukunftsforum teil. Neben Bundeskanzlerin Merkel hatte Minister Müller weitere Unterstützung aus dem Bundeskabinett: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonte die Verantwortung der Industrieländer beim Klimaschutz, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt setzte sich für eine nachhaltige Landwirtschaft ein, um alle Menschen ernähren zu können. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles forderte die Unternehmen auf, sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in aller Welt einzusetzen.

Die in der Zukunftscharta formulierten Themen sollen in die neue internationale Agenda für nachhaltige Entwicklung einfließen. Das BMZ wird jährlich Bilanz ziehen, was es zur Umsetzung der Zukunftscharta beigetragen hat.


 
Bildergalerien_20141217

Bildergalerie

Impressionen vom EINEWELT-Zukunftsforum in Berlin


Kurz gemeldet

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit dem Präsidenten von Afghanistan, Ashraf Ghani. Urheberrecht: Michael Gottschalk/photothek

Afghanistan-Reise
Erste Gespräche mit neuer Regierung

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat in Kabul eine Vereinbarung über die Fortsetzung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan unterzeichnet. "Nach den Gesprächen mit der neuen Regierung bin ich zuversichtlich, dass Präsident Ghani und der Regierungsvorsitzende Abdullah die notwendigen Reformen kraftvoll angehen werden", so Müller. Das BMZ wird die Reformen und die weitere Entwicklung des Landes mit einer Gesamtzusage für 2014 in Höhe von 245 Millionen Euro unterstützen. Darüber hinaus stehen zehn Millionen Euro für die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen bereit.

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Thomas Silberhorn beim Besuch einer provisorischen Grundschule für syrische Flüchtlingskinder in Zahle, Libanon. Urheberrecht: Thomas Köhler/photothek

Flüchtlingshilfe
Silberhorn in Jordanien und im Libanon

Auf einer viertägigen Reise nach Jordanien und in den Libanon hat der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn sich in Gesprächen mit Flüchtlingen und mit Menschen in den aufnehmenden Gemeinden über die Situation vor Ort informiert. "Die Gastfreundschaft, die die Einwohner in den libanesischen und jordanischen Kommunen den Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Hunger entgegenbringen, ist beeindruckend. Viele haben selbst fast nichts und öffnen ihre Häuser und Gemeinden für Flüchtlinge aus Syrien, die unbeschreibliches Leid erfahren haben. Wir werden unsere Unterstützung für sie weiter verstärken, denn sie leisten Herausragendes", so Silberhorn.

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Unterzeichnung der Unterstützungserklärung für das Textilbündnis. Urheberrecht: Thomas Imo/photothek

Bangladesch
Fuchtel wirbt für Textilbündnis

Der Parlamentarische Staatsekretär Hans-Joachim Fuchtel hat auf seiner dreitägigen Reise nach Bangladesch das von Bundesminister Gerd Müller ins Leben gerufene Bündnis für nachhaltige Textilien vorgestellt und um Unterstützung geworben. Vier bangladeschische Unternehmen unterzeichneten eine Unterstützungserklärung für das Textilbündnis, das bereits mehr als 50 Mitglieder hat. Gemeinsam mit Premierministerin Sheikh Hasina eröffnete Fuchtel in Bangladesch den Textilkongress "Dhaka Apparel Summit".

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Dr. Friedrich Kitschelt. Urheberrecht: Bundesregierung/Denzel

Asien-Reise
Kitschelt in Kambodscha und Vietnam

Landraub und die Verteilung von Land sind wichtige Themen für die Regierung von Kambodscha. Staatssekretär Friedrich Kitschelt tauschte sich dazu während seiner Reise mit dem kambodschanischen Landminister aus. Gemeinsames Ziel der kambodschanischen Regierung und des BMZ ist unter anderem, die Vergabe von Landtiteln unter strikter Einhaltung der Menschenrechte zu beschleunigen. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche mit der vietnamesischen Regierung in Hanoi standen die Rahmenbedingungen der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung.

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Die Schauspielerin Maria Furtwängler, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Bill Gates, der Gründer der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, sowie einige Kinder im BMZ in Berlin

Kindergesundheit
Bill Gates und ONE-Botschafterin Maria Furtwängler zu Gast im BMZ

Entwicklungsminister Gerd Müller hat im November Bill Gates, den Microsoft-Gründer und Ko-Vorsitzenden der Bill & Melinda Gates-Stiftung, und Schauspielerin Maria Furtwängler getroffen. Sie ist die neue ONE-Botschafterin für Kindergesundheit. In den Gesprächen ging es um die Frage, wie mit Hilfe von Impfungen die Kindersterblichkeit weltweit noch weiter gesenkt werden kann. Bill Gates bedankte sich dafür, dass Deutschland im Januar 2015 Gastgeber der Wiederauffüllungskonferenz der Impfallianz Gavi sein wird. Schirmherrin dieser Veranstaltung ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Logo: Engagement Global - Service für Entwicklungsinitiativen

Personalentscheidung
Jens Kreuter übernimmt die Leitung von Engagement Global

Die zentrale Servicestelle für Entwicklungsinitiativen, Engagement Global, wird künftig von Dr. Jens Kreuter geleitet. Dazu sagte Staatssekretär Friedrich Kitschelt: "Dr. Kreuter wurde in einem transparenten und partizipativen Verfahren unter der Leitung meines Hauses und unter Beteiligung von Mitgliedern des Kuratoriums der Engagement Global sowie der dortigen Mitbestimmungsgremien ausgewählt. (...) Mit dieser Personalentscheidung setzt das BMZ neue Akzente und sichert gleichzeitig die notwendige Kontinuität in der Unternehmensführung."

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Sonderseite des BMZ zur deutschen G7-Präsidentschaft

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Das BMZ gestaltet in enger Kooperation mit anderen Bundesministerien und dem Bundeskanzleramt die entwicklungspolitischen Schwerpunkte der aktuellen deutschen G7-Präsidentschaft.

Ein erster Höhepunkt im Jahr 2015 wird die Wiederauffüllungskonferenz der globalen Impfallianz Gavi am 26./27. Januar in Berlin sein, die vom BMZ mitveranstaltet wird. Auf unserer G7-Sonderseite erfahren Sie mehr



Lexikon der Entwicklungspolitik

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