Mangrovenwald in Vietnam

Umwelt und Klima Ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringen

Vietnam hat jahrzehntelang unter Krieg und Zerstörung gelitten. Entwaldung, Bodenvergiftung sowie die Verringerung der Artenvielfalt sind bis heute als Folgen davon deutlich erkennbar.

Darüber hinaus hat die rasante wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zu enormen Umweltbelastungen geführt. Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen, die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden sowie die ungeregelte Entsorgung von Abfällen haben ein besorgniserregendes Niveau erreicht. Umweltprobleme in ländlichen Regionen führen zu verstärkter Landflucht, was auch die Probleme in den Ballungsgebieten weiter verschärft.

Der Fall eines Stahlwerkes, das 2016 Giftmüll ungeklärt ins Meer leitete und damit ein Fischsterben verursachte, hat das Thema in Vietnam in den Fokus gerückt und zu öffentlichen Protesten geführt. Dabei wurde unter anderem ein strengeres staatliches Vorgehen gegen die Betreiberfirma gefordert.

Vor allem in den Küstenregionen wird Vietnam zukünftig mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert werden. Weil sich die Taifunsaison verlängert hat, kommt es bereits heute häufiger zu Überschwemmungen und Sturmschäden in Süd- und Mittelvietnam. Verschiedene Klimaszenarien lassen erwarten, dass Zahl und Stärke solcher Katastrophen schon in naher Zukunft steigen werden. Im Mekong-Delta treffen solche Naturereignisse auf ein Gebiet mit hoher Bevölkerungsdichte und haben einschneidende Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der dort lebenden Menschen.

Häuser am Mekong in Vietnam

Häuser am Mekong in Vietnam

Häuser am Mekong in Vietnam