Patientin im Princess Christian Hospital in Freetown, Sierra Leone

Initiativthema “Gesundheit, Pandemiebekämpfung und One Health Gesundheitssystem stärken, Infek­tionen vorbeugen

Die Gesundheitsversorgung in Sierra Leone weist erhebliche Mängel auf. Die Gesundheitsdienste sind unterfinanziert, es fehlt an medizinischem Fachpersonal und technischer Ausstattung.

Die KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) fördert im Auftrag des BMZ Projekte, die zur Vorbeugung und Eindämmung von HIV-Infektionen beitragen. Ein weiteres Ziel ist, die Stellung der Frau in der Gesellschaft zu stärken, um geschlechtsspezifischer Gewalt – einschließlich weiblicher Genitalverstümmelung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – vorzubeugen und eine selbstbestimmte Familienplanung zu ermöglichen.

Als Reaktion auf die Ebola-Epidemie 2014/15 wurde das deutsche Engagement um die Arbeitsfelder Epidemieprävention und Stärkung des Gesundheitssystems erweitert. Unter anderem fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ein Frühwarnsystem, um kritische Krankheitsausbrüche schnell zu erkennen und die Bevölkerung besser vor dem Ausbruch von Seuchen zu schützen. Rund 400 Gemeindekomitees arbeiten inzwischen in der Epidemiekontrolle zusammen, etwa 350 Gesundheitsstützpunkte bieten eine medizinische Grundversorgung an.

Von den Erfahrungen mit Ebola konnte Sierra Leone beim Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 profitieren – die Regierung reagierte schnell mit umfassenden Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.