Blick auf ein Kohlekraftwerk bei Pristina, Kosovo

Schwerpunkt Energie Modernisierung der Energieversorgung

Durch eine Verbesserung der Lebensverhältnisse steigt in der Bevölkerung auch die Akzeptanz von Demokratie und Marktwirtschaft. Am Anfang des deutschen Engagements in Kosovo stand darum ein umfangreiches Programm zur Instandsetzung und Modernisierung der Energieversorgung.

Zwei Kohlekraftwerke wurden saniert sowie Investitionen zur Ausweitung und Sicherstellung der Braunkohleförderung getätigt. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Stromversorgung für Bevölkerung, Industrie und Handel zu verbessern.

Ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der regionalen Versorgung ist die Einbindung Kosovos in den südosteuropäischen Strommarkt. Dabei kooperiert die Bundesrepublik eng mit der EU. 2011 wurde mit dem Bau einer Stromübertragungsleitung zwischen der Hauptstadt Pristina und dem Nachbarland Albanien begonnen.

Zu den von Deutschland geförderten Maßnahmen zählen auch die Verbesserung des Hochspannungsübertragungsnetzes in Kosovo und die Modernisierung und Ausweitung des Fernwärmenetzes von Pristina.

Das neue Fernwärmenetz erhöht die Versorgungssicherheit, dämmt ineffiziente Heizmethoden ein und nutzt die Wärme aus einem bestehenden Kraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung). Dadurch werden jährlich etwa 90.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Mehr als 63.000 Einwohner sowie öffentliche Einrichtungen wie die Universitätsklinik Pristina werden durch das neue Netz versorgt. Mit deutscher Unterstützung sollen weitere 20.000 Haushalte ans Netz angeschlossen werden.