Kernthema „Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ Geflüchtete und Aufnahmegemeinden unterstützen, Verwaltungsreform mit Leben füllen

Trotz großer wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen im eigenen Land, leistet Jordanien Enormes, um eine große Zahl an Flüchtlingen aus der Region aufzunehmen. Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) unterstützt Flüchtlinge und Aufnahmegemeinden und fördert die Umsetzung der aktuellen Verwaltungsreform.

Cash-for-Work-Programm: Bau und Ausbesserung von Straßen und Abwasserkanälen in Jordanien
Cash-for-Work-Programm: Bau und Ausbesserung von Straßen und Abwasserkanälen in Jordanien

Neben der Türkei und dem Libanon ist Jordanien eines der wichtigsten Aufnahmeländer für syrische Flüchtlinge. Derzeit sind rund 500.000 in Jordanien registriert, die Gesamtzahl der seit 2011 nach Jordanien geflüchteten Syrerinnen und Syrer wird auf etwa 1,3 Millionen Menschen geschätzt. Seit dem Sturz des Assad Regimes sind rund 137.500 Flüchtlinge nach Syrien zurückgekehrt (Stand August 2025). Nur ein Fünftel lebt in Flüchtlingslagern, die meisten sind dezentral in den Gemeinden untergekommen. Darüber hinaus leben in Jordanien rund 2,4 Millionen registrierte Flüchtlinge aus Palästina und rund 31.000 Flüchtlinge aus dem Irak.

Die Versorgung dieser Menschen kann Jordanien nicht aus eigener Kraft sicherstellen. Die internationale Gemeinschaft ist hier in der Pflicht, zu unterstützen und langfristige Perspektiven zu schaffen.


Deutsches Engagement

Im Flüchtlingslager Al-Azraq in Jordanien

Im Flüchtlingslager Al-Azraq in Jordanien

Im Flüchtlingslager Al-Azraq in Jordanien

Das BMZ unterstützt Jordanien maßgeblich im Rahmen seiner Sonderinitiative „Geflüchtete und Aufnahmeländer“ (Externer Link). Zielgruppe sind neben den Flüchtlingen immer auch bedürftige Bürgerinnen und Bürger der aufnehmenden Gemeinden. Die ohnehin schwierige Lage vieler Bevölkerungsgruppen hat sich infolge der weltweiten Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nochmals verschärft.

Das BMZ leistet einen Beitrag zu Grundbildung, Wasser- und Sanitärversorgung, Abfallentsorgung, sozialer Sicherung und Beschäftigungsperspektiven. Das BMZ unterstützt zudem die umfangreiche Verwaltungsreform Jordaniens, die auf Initiative des Königs ins Leben gerufen wurde. Mit der Reform sollen die Kommunen gestärkt werden, so dass sie bessere Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger erbringen und die Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen vorantreiben können.

Stand: 25.08.2025