Kernthema „Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ Flüchtlinge und Aufnahmegemeinden unterstützen, Verwaltungsreform mit Leben füllen
Neben der Türkei und dem Libanon ist Jordanien eines der wichtigsten Aufnahmeländer für syrische Flüchtlinge. Derzeit sind rund 425.000 in Jordanien registriert, die Gesamtzahl der seit 2011 nach Jordanien geflüchteten Syrerinnen und Syrer wird auf etwa 1,3 Millionen Menschen geschätzt. Seit dem Sturz des Assad-Regimes sind rund 180.000 Flüchtlinge nach Syrien zurückgekehrt (Stand Februar 2026). Nur ein Fünftel lebt in Flüchtlingslagern, die meisten sind dezentral in den Gemeinden untergekommen. Darüber hinaus leben in Jordanien rund 2,4 Millionen registrierte Flüchtlinge aus den Palästinensischen Gebieten und rund 31.000 Flüchtlinge aus dem Irak.
Die Versorgung dieser Menschen kann Jordanien nicht aus eigener Kraft sicherstellen. Die internationale Gemeinschaft ist hier in der Pflicht, zu unterstützen und langfristige Perspektiven zu schaffen.
Deutsches Engagement
Im Flüchtlingslager Al-Azraq in Jordanien
Das BMZ unterstützt Jordanien maßgeblich im Rahmen seiner Sonderinitiative „Geflüchtete und Aufnahmeländer“ (Externer Link). Zielgruppe sind neben den Flüchtlingen immer auch bedürftige Bürgerinnen und Bürger der aufnehmenden Gemeinden. Die ohnehin schwierige Lage vieler Bevölkerungsgruppen hat sich infolge der weltweiten Auswirkungen des Iran-Krieges nochmals verschärft.
Das BMZ leistet einen Beitrag zu Grundbildung, Wasser- und Sanitärversorgung, Abfallentsorgung, sozialer Sicherung und Beschäftigungsperspektiven. Das BMZ unterstützt zudem die umfangreiche Verwaltungsreform Jordaniens, die auf Initiative des Königs ins Leben gerufen wurde. Mit der Reform sollen die Kommunen gestärkt werden, so dass sie bessere Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger erbringen und die Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen vorantreiben können.
Stand: 30.03.2026