Das Lager Domiz für syrische Geflüchtete in Dohuk, Region Kurdistan-Irak

Flucht Fluchtziel Region Kurdistan-Irak

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind derzeit immer noch mehr als 1,4 Millionen Irakerinnen und Iraker innerhalb ihres Landes auf der Flucht. Hinzu kommen rund 250.000 Menschen, die aufgrund der Krise in Syrien in den Irak geflohen sind (Stand: Januar 2020).

Nach UN-Schätzungen hat ein Drittel der irakischen Binnenvertriebenen Zuflucht in der autonomen Region Kurdistan-Irak gesucht. Zusätzlich hat diese Region im Norden des Irak so gut wie alle Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. In einigen Bezirken leben mittlerweile mehr Flüchtlinge als Einheimische. Die kurdische Regionalregierung und die lokale Bevölkerung leisten Beachtliches, um die Krise zu bewältigen und die Schutzsuchenden zu versorgen.

Angesichts der fortwährenden Unsicherheit, einem weiterhin hohen Maß an Zerstörung, fehlenden wirtschaftlichen Perspektiven und einem erschütterten Vertrauen vieler Vertriebenen in die Gewährung der Sicherheit durch die Regierung  ist nicht mit einer baldigen Rückkehr aller Binnenvertriebenen in ihre Heimatorte zu rechnen.

Auch die syrischen Flüchtlinge werden aufgrund des andauernden Bürgerkriegs in Syrien nicht so bald in ihr Heimatland zurückkehren. Die Region bleibt daher stark auf internationale Unterstützung angewiesen.

Eine Familie im Flüchtlingscamp Shariya, einer Unterkunft für jesidische Binnenflüchtlinge in Dohuk, Kurdistan-Irak

Eine Familie im Flüchtlingscamp Shariya, einer Unterkunft für jesidische Binnenflüchtlinge in Dohuk, Kurdistan-Irak

Eine Familie im Flüchtlingscamp Shariya, einer Unterkunft für jesidische Binnenflüchtlinge in Dohuk, Kurdistan-Irak