Kinder in Schuluniform an einer Strasse in Accra, Ghana

Soziale Situation Große Fort­schritte er­zielt

In den vergangenen Jahr­zehnten hat Ghana viele Ent­wick­lungs­fort­schritte erzielt. So konnte die Armut inner­halb der Bevöl­kerung deutlich reduziert werden. Gleich­zeitig wurde zum Beispiel die Versor­gung mit sauberem Trink­wasser erheblich verbessert. Auch im Bereich der Grund­bildung sind große Fort­schritte zu verzeich­nen.

Durch eine bessere medizi­nische Versor­gung von Schwang­eren sowie umfang­reiche Impf­program­me konnte die Zahl der Todes­fälle von Kindern und Müttern kontinu­ierlich gesenkt werden. Erheb­liche Defizite bestehen noch bei der Sanitär­versor­gung.

Armut und Unte­rbeschäftig­ung

Das Wirtschafts­wachs­tum der vergangenen Jahre hat insge­samt nicht zu mehr Arbeits­plätzen und damit zu einer Minder­ung der Armut geführt. Der Regierung Ghanas gelingt es zudem nicht, aus­reich­ende Einnahm­en zu erzielen, um wichtige öffentliche Dienst­leis­tungen erbringen zu können. Das Ein­kommens­gefälle ist groß und die soziale Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter aus­einander. Armut ist vor allem in länd­lichen Regionen verbreitet: Während dort fast 40 Prozent der Bevöl­kerung arm sind, beträgt der Anteil in städtischen Regionen etwa zehn Prozent.

Mehr als 90 Prozent der Ghana­erinnen und Ghanaer im arbeits­fähigen Alter sind im informellen Sektor (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) beschäftigt und verfügen meistens weder über eine formelle Berufs­aus­bildung noch über eine soziale Ab­sicherung. Nach einem Bericht der Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) vom September 2020 liegt die Jugend­arbeits­losigkeit bei zwölf Prozent und mehr als die Hälfte der ghanaischen Bevölkerung ist unter­beschäftigt.

Auf dem aktuellen Index der mensch­lichen Entwicklung (HDI (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) liegt Ghana auf Rang 138 von 189 Staaten.