Siedlung für Binnenvertriebene in Saguramo, Georgien

Soziale Situation Hohe Arbeitslosigkeit

Infolge des Konflikts um Abchasien und Südossetien leben mehr als 250.000 Binnenvertriebene in Georgien. Die Flüchtlingssituation verschärft die ohnehin drückende Armut im Land.

Die Arbeitslosenquote lag 2019 nach Angaben der Weltbank bei 14,5 Prozent. Dieser Wert berücksichtigt jedoch weder die Kleinbauern, die nur für den Eigenbedarf wirtschaften, noch die zahllosen Tagelöhner, Kleinhändler und Ein-Mann-Unternehmen. Tatsächlich sollen laut Schätzungen in den ländlichen Gebieten etwa 40 Prozent der Bevölkerung arbeitslos sein. In Umfragen bezeichnen sich rund 70 Prozent der Bevölkerung als unterbeschäftigt. Im aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) nimmt Georgien Platz 70 von 189 Ländern ein.