Impfung von Babies im Gesundheitszentrum Kibati, Goma

Soziale Situation Leben in extremer Armut

Die Mobutu-Diktatur und die nach­folgenden Kriege haben die Demo­kratische Republik Kongo völlig ruiniert. Den Menschen mangelt es an Nahrung und Erwerbs­möglichkeiten.

Im flächenmäßig zweit­größten Staat Afrikas gibt es kaum asphaltierte Straßen, die Wasser- und Strom­versorgung ist mangelhaft. Eine Grund­versorgung in den Bereichen Gesundheit und Bildung wird in weiten Teilen des Landes nur durch Kirchen, Nicht­regierungs­organisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die internationale Entwicklungs­zusammen­arbeit aufrechterhalten. Das tatsächliche Ausmaß der Krise zu beurteilen ist schwierig, da es an verlässlichen statistischen Daten fehlt.

Ein Großteil der kongo­lesischen Bevölkerung lebt in extremer Armut, etwa jedes zwölfte Kind stirbt vor seinem fünften Geburts­tag.

Nach Angaben des UN-Amtes für die Koordi­nierung humanitärer Angelegen­heiten (OCHA) sind in der DR Kongo fast 20 Millionen der rund 90 Millionen Einwohner­innen und Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen (Stand: Oktober 2021). Etwa sechs Millionen Kinder leiden laut dem Kinder­hilfs­werk UNICEF unter chronischer Unter­ernährung. Der Welthunger-Index 2021 (Externer Link) bewertet die Lage im Land als "sehr ernst".