Impfung von Babies im Gesundheitszentrum Kibati, Goma

Soziale Situation Leben in extremer Armut

Die Mobutu-Diktatur und die nachfolgenden Kriege haben die Demokratische Republik Kongo völlig ruiniert. Den Menschen mangelt es an Nahrung und Erwerbsmöglichkeiten.

Im flächenmäßig zweitgrößten Staat Afrikas gibt es kaum asphaltierte Straßen, die Wasser- und Stromversorgung ist mangelhaft. Eine Grundversorgung in den Bereichen Gesundheit und Bildung wird in weiten Teilen des Landes nur durch Kirchen, Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die internationale Entwicklungszusammenarbeit aufrechterhalten. Ein Großteil der kongolesischen Bevölkerung lebt in extremer Armut, fast jedes zehnte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag.

Nach Angaben des UN-Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) sind in der DR Kongo fast 13 Millionen der rund 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen (Stand: August 2019). Etwa 1,4 Millionen Kinder leiden laut dem Kinderhilfswerk UNICEF unter schwerer akuter Unterernährung.

Das tatsächliche Ausmaß der Krise zu beurteilen ist schwierig, da es an verlässlichen statistischen Daten fehlt. Aus diesem Grund wurde das Land zum Beispiel nicht in den Welthunger-Index 2018 der Hilfsorganisationen Welthungerhilfe und Concern Worldwide einbezogen.