Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Reformpartnerschaft

2017 schlossen Deutschland und Côte d’Ivoire eine Reformpartnerschaft im Rahmen der G20-Initiative "Compact with Africa". 

Ziel der Initiative ist, die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement zu verbessern, eine hochwertige Ausbildung zu fördern und so Arbeitsplätze und Einkommen zu schaffen. Côte d’Ivoire wurde vom BMZ aufgrund der politischen Fortschritte seit 2011 und der wirtschaftsorientierten Reformpolitik der Regierung für eine Reformpartnerschaft ausgewählt.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei einem Treffen mit Alassane Ouattara, dem Präsidenten der Republik Côte d’Ivoire, in Abijan

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei einem Treffen mit Alassane Ouattara, dem Präsidenten der Republik Côte d’Ivoire, in Abijan

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei einem Treffen mit Alassane Ouattara, dem Präsidenten der Republik Côte d’Ivoire, in Abijan

Zuverlässige Stromversorgung, Klimaschutz, neue Arbeitsplätze

Ihrem nationalen Entwicklungsplan (2016 bis 2020) entsprechend, benennt die ivorische Regierung beim Compact with Africa die Bereiche Landwirtschaft, Bergbau, Infrastruktur und Elektrizität als Schwerpunkte.

Solarflächen eines Solarkraftwerks in Quarzazate, Marokko

Energie und Klima Interner Link

Einsatz für eine weltweite Energiewende und Zugang zu Energie für alle Menschen

Die deutsch-ivorische Reformpartnerschaft konzentriert sich auf eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz. Unterstützt werden sollen der Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes und die Erzeugung zusätzlichen Stroms durch privat betriebene Solar- und Kleinst­wasser­kraft­werke. Ein Absicherungsmechanismus soll es lokalen Finanzinstitutionen erleichtern, Kredite an Unternehmen zu vergeben, die in erneuerbare Energien investieren wollen.

Begleitend fördert Deutschland die Erstellung von Markt- und Bedarfsstudien, berät bei Reformen des Strom- und Finanzsektors und unterstützt die Verbesserung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Solarenergie und Effizienzsteigerung.

Die Reformpartnerschaft wird derzeit außerdem um Governance (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Komponenten erweitert. Dabei geht es zum Beispiel um die Rahmenbedingungen für Investoren und um Korruptionsbekämpfung. Zusätzlich soll intensiver mit Partnern wie zum Beispiel der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) und der Weltbank zusammengearbeitet werden.

Konkrete Reformschritte gefordert

Ende 2017 erfolgte eine erste Zusage in Höhe von 100 Millionen Euro (85 Millionen Euro Darlehen, zehn Millionen Euro Zuschuss im Rahmen der finanziellen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und fünf Millionen Euro für die technische Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). 2018 wurden weitere 8,9 Millionen Euro für Maßnahmen zur Berufsbildung bewilligt. 2019 wurden eine Reformfinanzierung von 100 Millionen Euro sowie acht Millionen Euro für ein Governance-Vorhaben zugesagt. Die Auszahlung der Mittel ist an konkrete Reformschritte des Partnerlandes geknüpft. Im regelmäßigen Dialog wird überprüft, ob die vereinbarten Fortschritte erzielt worden sind.