Soziale Situation Bedeutende Fortschritte in den Bereichen Gesundheit und Bildung

Burkina Faso hat seit den 1990er Jahren bedeutende Entwicklungsfortschritte erzielt. Die Müttersterblichkeit wurde fast halbiert, der Anteil der Kinder, die eine Grundschule besuchen, hat sich deutlich erhöht – von 32,5 Prozent (1990) auf 78,6 Prozent (2018).

Schulmädchen in Burkina Faso

Schulmädchen in Burkina Faso

Schulmädchen in Burkina Faso

Insbesondere der Anteil der eingeschulten Mädchen ist stark angestiegen. Deutliche Verbesserungen gab es ebenso beim Zugang zu sauberem Trinkwasser (1990: 41 Prozent, 2015: 82 Prozent).

Auch die Absenkung der HIV-Infektionsrate von 2,1 Prozent (2001) auf 0,7 Prozent (2018) kann als großer Erfolg betrachtet werden. Und im Bereich der Senkung der Kindersterblichkeit sind ebenfalls langsame Fortschritte zu verzeichnen: Die Sterberate der Kinder unter fünf Jahren sinkt seit 1994 kontinuierlich, von rund 201 pro 1.000 Lebendgeburten auf zuletzt 76 (2018). Sie ist damit aber noch immer sehr hoch. Fast die Hälfte der Einwohner ist unter 15 Jahre alt. Die Lebenserwartung liegt bei 60 Jahren.

Strukturelle Armut ist Kernproblem

Trotz der bereits erzielten Erfolge besteht weiterhin ein breiter sozioökonomischer und politischer Reformbedarf. Das Kernproblem Burkina Fasos ist seine strukturelle Armut: Vierzig Prozent der etwa 19 Millionen Einwohner leben unter der absoluten Armutsschwelle. Im aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) liegt Burkina Faso auf dem 182. Platz von 189 bewerteten Staaten.