Schwerpunkt Trinkwasser- und Sanitärversorgung Bezahlbares, hygienisch einwandfreies Wasser für alle

Ein Großteil der beninischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Einrichtungen wie automatische Chlorierungsanlagen zur Wasserbehandlung fehlen häufig. Mangelnde Hygienevorkehrungen beim Transport zwischen Zapfstelle und Haushalt und bei der Aufbewahrung im Haus verschlechtern die Trinkwasserqualität zusätzlich.

Hände unter einem Wasserhahn in Benin

Öffentliche Wasserzapfstelle in Benin

Öffentliche Wasserzapfstelle in Benin

Den staatlichen Stellen fehlen zudem grundlegende Informationen darüber, wie viel Wasser in welcher Qualität in den verschiedenen Wassereinzugsgebieten verfügbar ist. Mit deutscher Unterstützung werden die zuständigen Behörden in die Lage versetzt, entsprechende Daten zu ermitteln und das Management der vorhandenen Wasserreserven zu verbessern.

Ausbau der Versorgungssysteme

Die KfW Entwicklungsbank fördert im Auftrag des BMZ den Ausbau zentraler Wasser- und Sanitärversorgungssysteme in den schnell wachsenden randstädtischen Gebieten im Ballungsraum von Cotonou. In ländlichen Regionen wurde der Bau von Handpumpenbrunnen ermöglicht. Zusätzlich werden Bezahlkonzepte entwickelt. Diese sollen zum einen den kostendeckenden Betrieb der Versorgungssysteme gewährleisten. Zum anderen sollen sie aber auch sicherstellen, dass sich alle Bevölkerungsgruppen Wasser leisten können.

Steigerung der Wasserqualität

Um die hygienischen Verhältnisse zu verbessern, hat die GIZ ausgewählte Kommunen dabei unterstützt, Pumpen zur automatischen Chlorierung zu installieren und Personal für den Betrieb der Anlagen auszubilden. Bis Oktober 2018 wurden 184 Chlorierungsanlagen angeschlossen, von denen rund 680.000 Personen profitieren. Insgesamt sollen mit deutscher Unterstützung 320 Pumpen installiert werden.

Begleitend wird die Bevölkerung darüber informiert, wie wichtig hygienisch einwandfreies Trinkwasser ist. Ein einfacher Test zur visuellen Ermittlung der Wasserqualität ermöglicht es den Menschen zu kontrollieren, wie sich die Wasserqualität zwischen der Zapfstelle und dem eigenen Haus erhalten lässt – etwa durch das regelmäßige Reinigen der Transportbehälter.