Reisfelder in Benin

Schwerpunkt Landwirtschaft Ernährung und Einkommen sichern

Die Landwirtschaft ist entscheidend für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Benins. Die deutsche Unterstützung zielt darauf ab, ihre Leistungsfähigkeit – unter Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaaspekten – landesweit zu stärken und die Armut der Bevölkerung zu senken. Hierfür sollen die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft verbessert werden. Außerdem soll ihre Produktpalette wachsen, um die Abhängigkeit vom Baumwollanbau zu verringern.

Mehr Wertschöpfung, geregelte Landrechte

Dazu fördert Deutschland den Aufbau landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Bauern werden dabei unterstützt, Produkte wie Reis, Soja, Sheabutter und Cashewnüsse nicht nur für den Eigenbedarf zu produzieren, sondern auch zu vermarkten. Durch die Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte werden neue Arbeitsplätze geschaffen, die vor allem Frauen zusätzliche Einkommensquellen bieten.

Ein Karitébaum, der auch Afrikanischer Butterbaum genannt wird, in einer afrikanischen Savanne. Aus den Nüssen dieser Bäume wird ein als Sheabutter bezeichnetes Pflanzenfett gewonnen.

Ein Karitébaum, der auch Afrikanischer Butterbaum genannt wird, in einer afrikanischen Savanne. Aus den Nüssen dieser Bäume wird ein als Sheabutter bezeichnetes Pflanzenfett gewonnen.

Ein Karitébaum, der auch Afrikanischer Butterbaum genannt wird, in einer afrikanischen Savanne. Aus den Nüssen dieser Bäume wird ein als Sheabutter bezeichnetes Pflanzenfett gewonnen.

In ausgewählten Kommunen fördert Deutschland den Ausbau der Infrastruktur. Unter anderem werden Kleinbewässerungsanlagen finanziert, die eine intensivere Nutzung der Böden ermöglichen. Außerdem werden mit deutscher Unterstützung lokale Lagerhäuser gebaut und ländliche Wege ausgebessert, um den Zugang zu den Märkten zu verbessern. Ein für den ländlichen Raum entwickeltes Katastersystem regelt die Eigentums- und Nutzungsrechte in den Dörfern, schafft damit die notwendige Rechtssicherheit für Investitionen und beugt Konflikten zwischen den verschiedenen Nutzergruppen vor.

Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger"

Im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" unterstützt das BMZ Benin mit zusätzlichen Programmen im Bereich ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung. Um die Einkommen kleinbäuerlicher Betriebe zu steigern und die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu sichern, wurde ein Grünes Innovationszentrum eingerichtet.

Bauern bei der Feldarbeit im Norden Benis bei Djougou

Bauern bei der Feldarbeit im Norden Benis bei Djougou

Bauern bei der Feldarbeit im Norden Benis bei Djougou

Aufgrund des Bevölkerungswachstums und nicht nachhaltiger Produktionsmethoden sind viele landwirtschaftliche Flächen in Benin ausgelaugt. Bodenschutz und -rehabilitierung sind daher ein weiteres Arbeitsfeld der deutsch-beninischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Regierung wird dabei unterstützt, Anreize für eine ressourcenschonende Produktionsweise zu schaffen, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern werden in entsprechenden Anbaumethoden geschult. Um den Landwirten Investitionen zu ermöglichen, fördert Deutschland außerdem die Einführung bedarfsgerechter Finanzdienstleistungen.