Lila Blumen vor einem blauen See

Kernthema „Klima und Energie, Just Transition Wasser sichern, Klimarisiken mindern

In Armenien nehmen Dürreperioden zu, Wasser wird knapper und die Infrastruktur leidet unter Extremwetter. Die Abhängigkeit von importiertem Gas und witterungsabhängigen Energiequellen wie zum Beispiel Wasserkraft macht das Land wirtschaftlich verwundbar, während Luftverschmutzung die Bevölkerung belastet. Deutschland unterstützt deshalb Maßnahmen, die Armeniens Energieversorgung nachhaltiger und unabhängiger machen, Wasser- und Abwassersysteme verbessern und Schutzgebiete stärken.

In Armenien spürt man den Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) schon heute im Alltag: Dürreperioden werden häufiger, Wasserressourcen sind stark belastet und die Infrastruktur ist gegenüber Extremwetterlagen verwundbar. Laut der Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) leidet das Land unter hoher Wasserstress-Belastung: In Teilen des Ararat-Tals wird mehr Grundwasser entnommen, als nachfließt, und in lokalen Netzen gehen bis zu 70 Prozent des Wassers durch undichte Leitungen verloren. Diese Wasserknappheit trifft insbesondere die Landwirtschaft und ländliche Gemeinden, die auf verlässliche Versorgung angewiesen sind und zugleich stärker unter Schwankungen im Niederschlag und steigenden Temperaturen leiden.

Parallel dazu hängt Armeniens Energieversorgung stark von importiertem Gas und witterungsabhängigen Quellen ab – eine Kombination, die das Land wirtschaftlich verwundbar macht und gleichzeitig erhebliche Umweltbelastungen erzeugt. Die Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) betont, dass der Energiesektor einen überproportionalen Anteil an Treibhausgasemissionen ausmacht und dass Luftverschmutzung für die Bevölkerung hohe gesundheitliche Kosten verursacht. Gleichzeitig ist die Wirtschaft empfindlich gegenüber Klimarisiken wie Hitzestress oder extremen Niederschlägen, die Straßen, Stromnetze und Trinkwassersysteme gleichermaßen bedrohen. Ohne eine stärkere Anpassung an diese veränderten Bedingungen könnten Klimaeffekte bis 2060 die nationale Wirtschaftsleistung merklich drücken und die Armut verstärken.

Ziele im Sektor

Die Projekte verfolgen das Ziel, Armeniens Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimarisiken zu stärken. Sie fördern den Übergang zu nachhaltigen, klimafreundlichen Energiesystemen, unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energien und effizienter Logistikstrukturen und verbessern die Wasser- und Abwasserversorgung. Gleichzeitig werden Schutzgebiete vernetzt, Biodiversität gesichert und lokale Gemeinden befähigt, natürliche Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften.

Projektbeispiele

  • Das Projekt verbessert die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und ressourcenschonende Wasserbewirtschaftung. Es begleitet Behörden und Gesetzgeber dabei, Strategien zu entwickeln, die langfristig den Zugang zu sauberem Wasser sichern und Umweltbelastungen reduzieren. Das Projekt unterstützt Gemeinden und Behörden bei Aktionsplänen und Investitionsprogrammen und führt dezentrale Abwasserlösungen sowie naturbasierte Ansätze ein. Gleichzeitig werden Behörden im integrierten Gewässermanagement geschult und das Engagement der Zivilgesellschaft für Wasser- und Klimaschutz gefördert

  • Ein Projekt erleichtert Gemeinden den Einsatz von erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmaßnahmen, indem es politische Rahmenbedingungen verbessert, Kompetenzen aufbaut und Bürgerinnen und Bürger für nachhaltige Energielösungen sensibilisiert.

  • Der Caucasus Transmission Network Project schafft einen grenzüberschreitenden, flexiblen Energieaustausch im Südkaukasus. Die Verbindung der armenischen und georgischen Netze über eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskurzkupplung verbessert Versorgungssicherheit, Effizienz und die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

  • Der Caucasus Nature Fund stärkt Schutzgebiete in Armenien und Georgien, finanziert Managementpläne und Infrastruktur und sorgt für die langfristige Erhaltung der Biodiversität. Zielgruppe sind insbesondere die Anrainer, die von nachhaltiger Landnutzung und Naturschutz profitieren.

  • Das Vorhaben zur Vernetzung von nationalen Schutzgebieten im Südkaukasus entwickelt „Öko-Korridore“, die über den Aufbau kommunaler Schutzzonen die Schutzgebiete miteinander verbindet. Mit partizipativen Landnutzungsplänen werden lokale Gemeinden unterstützt, nachhaltige Einkommensquellen zu entwickeln und den Verlust von Biodiversität und natürlichen Ressourcen zu reduzieren.

Stand: 10.02.2026