Deutsches Engagement Dem Fach­kräfte­mangel entgegen­wirken

Ohne Gesund­heits­fach­kräfte lässt sich allgemeine Gesund­heits­ver­sor­gung nicht erreichen. Ihre angemessene Ent­lohnung, soziale Sicherung und die Einhaltung von Arbeits­rechten bieten wichtige Impulse für Beschäftigung, Gleich­berech­ti­gung der Geschlechter sowie inklusives Wachstum.

Operation in einem Zeltkrankenhaus in Malawi

Operation in einem Zeltkrankenhaus in Malawi

Operation in einem Zeltkrankenhaus in Malawi

Jedoch fehlen laut einer Schätzung der Welt­gesund­heits­orga­ni­sa­tion (WHO) zurzeit weltweit fast 18 Millionen Gesund­heits­fach­kräfte, um eine flächen­deckende, qualitativ hoch­wertige Gesund­heits­ver­sor­gung zu sichern. Besonders betroffen sind Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Wesentliche Ursachen dafür sind, neben dem demo­gra­fischen Wandel, mangelnde Inves­ti­tio­nen in die Aus­bildung, Ent­wick­lung und lang­fristige Bindung von Personal sowie die zunehmende Mobilität und Migration von Gesund­heits­personal. Aus­gebildete Fach­kräfte finden in vielen Ländern keine Anstellung im öffent­lichen Sektor und sind von Arbeits­losig­keit bedroht. Die Sicherung von Qualitäts­standards bei privaten Anbietern von Gesund­heits­dienst­leistungen und bei der Fach­kräfte­ausbildung stellt den öffent­lichen Sektor vor wachsende Heraus­forderungen.

Die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit fördert deswegen in vielen Ländern Maß­nahmen gegen den Fach­kräfte­mangel. Beispiels­weise werden Aus- und Weiter­bildungs­konzepte entwickelt und moderne Instrumente des Personal­manage­ments im Gesund­heits­wesen eingeführt. Um eine bedarfs­orientierte Ausbildung zu gewähr­leisten, werden auch private Unter­nehmen ein­ge­bunden, die in vielen Ländern eine wesent­liche Rolle bei der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung spielen. Außerdem werden die Maß­nahmen mit Ent­wick­lungs­projekten in anderen Bereichen, etwa Bildung und Wirt­schaft, abgestimmt.


Internationale Ebene

Auf internationaler Ebene unterstützt die Bundesregierung unter anderem die High Level Commission on Health Employment and Economic Growth (ComHEEG) und die Umsetzung des daraus hervorgegangenen gemeinsamen Aktionsplans der WHO, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Darüber hinaus kooperiert die Bundesregierung mit dem Global Health Workforce Network (GHWN), das 2017 aus der lange von Deutschland unterstützten Global Health Workforce Alliance hervorgegangenen ist und bei der WHO angesiedelt ist. Schließlich engagiert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auch für die Einhaltung und Stärkung des WHO-Verhaltenskodex zur internationalen Rekrutierung von Gesundheitsfachkräften.