Eine Mitarbeiterin des International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi

Deutsches Engagement Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft fördern

Das BMZ stellt seit vielen Jahrzehnten beträchtliche Mittel für die entwicklungsorientierte Agrarforschung zur Verfügung. Derzeit sind es rund 25 Millionen Euro pro Jahr.

So fördert das BMZ die 15 Agrarforschungszentren der globalen Forschungspartnerschaft für eine ernährungssichere Zukunft CGIAR, das International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE (Externer Link)) und das World Vegetable Center (Externer Link). Um die weltweite Artenvielfalt wichtiger Kulturpflanzen zu sichern, unterstützt Deutschland zwölf internationale Saatgutbanken.


Wissenschaftler am International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi

Unterstützung durch Geld und Fachpersonal

Die Förderung durch Deutschland erfolgt in erster Linie über die Beratungsgruppe Entwicklungsorientierte Agrarforschung (BEAF) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Außerdem unterstützt das BMZ den Einsatz integrierter Fachkräfte des Centrums für internationale Migration und Entwicklung (CIM). Dabei arbeiten GIZ und CIM eng zusammen: Während die BEAF Geld für entwicklungsrelevante Forschungsprojekte bereitstellt, unterstützen die Agrarforschungsinstitute – auch mit ihren CIM-Fachkräften – die konkrete Anwendung und Verbreitung der Forschungsergebnisse.

Der Herausforderung, innovative Technologien und Methoden in der Landwirtschaft zu verbreiten, widmet sich auch die Task Force on Scaling, die ebenfalls vom BMZ gefördert wird. Das weltweit vernetzte Expertenteam hat sich zum Ziel gesetzt, die Ergebnisse der internationalen Agrarforschung in großem Maßstab in die Praxis zu bringen, damit möglichst viele Bäuerinnen und Bauern von den Innovationen profitieren können.

Bu­ku­ra Agri­cul­tu­ral Trai­ning Cent­re in Ke­nia: Bäue­rin­nen er­hal­ten per SMS In­for­ma­tio­nen über das Wet­ter.

Digitale Innovationen

Zunehmend werden digitale Technologien als wichtige Treiber für die Modernisierung des Agrar- und Ernährungssektors gesehen. Innovationen kommen dabei aus einer wachsenden Start-up- und Gründerszene. Diese jungen Unternehmen entwickeln digitale Lösungen für verbreitete Probleme des Sektors. Dazu zählen zum Beispiel die Verfügbarkeit von Beratungsdienstleistungen, der Marktzugang für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die Qualitätsverbesserung bei Anbau- und Erntemethoden, die Organisation der Lagerung, Logistik und Weiterverarbeitung oder auch der Zugang zu Finanzdienstleistungen für die ländliche Bevölkerung.

Die Bundesregierung unterstützt die Verbreitung erprobter digitaler Innovationen über eine gezielte Förderung ausgesuchter Start-ups des Agrar- und Ernährungssektors in Afrika.

Entwicklungsminister Müller beim Besuch des Grünen Innovationszentrums in Benin.

Grüne Innovationszentren Interner Link

Mit seiner Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" hat das BMZ 2014 eine Innovationsoffensive in der Landwirtschaft gestartet: In 15 Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wurden Grüne Innovationszentren ins Leben gerufen. Sie sollen dazu beitragen, die regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln zu verbessern, das Einkommen von kleinbäuerlichen Betrieben zu steigern und neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen.