Junge Maispflanze in einem Forschungslabor

Ernährungssicherung Agrarforschung und Innovation

Um die wachsende Weltbevölkerung mit gesunder und ausgewogener Nahrung zu versorgen, muss die landwirtschaftliche Produktion bis zum Jahr 2050 um mindestens 50 Prozent steigen. Dies muss im Rahmen der natürlichen Grenzen erfolgen, die uns die Erde setzt – die natürlichen Ressourcen müssen zugleich geschont und wiederhergestellt werden. 

Doch schon heute erhöhen die Auswirkungen des Klimawandels und nicht nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden den Druck auf natürliche Ressourcen wie Boden, Wasser und biologische Vielfalt. Viele Nahrungsmittel gehen zudem durch Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge bereits auf den Feldern oder nach der Ernte verloren.

Um diesen Herausforderungen begegnen zu können, benötigen die Kleinbäuerinnen und -bauern in Entwicklungsländern innovative Techniken, verbesserte Pflanzensorten und Kenntnisse über nachhaltige landwirtschaftliche Anbaupraktiken – eine Aufgabe für die internationale öffentliche Agrarforschung, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit fördert.

Ein Bauer in Lomé, Togo, bepflanzt ein Feld.

Internationale Agrarforschung Innovationen auf die Felder bringen Interner Link

Die internationale öffentliche Agrarforschung entwickelt innovative Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft, die der Ernährungssicherung dient, Kleinbäuerinnen und -bauern ein besseres Einkommen und eine gesunde Ernährung ermöglicht sowie die natürlichen Ressourcen schont.

Sie ist praxisorientiert und wirkt dort, wo sie am dringendsten benötigt wird: in den ländlichen Räumen von Entwicklungsländern. Forschung und Entwicklungszusammenarbeit arbeiten Hand in Hand. Durch die enge Verflechtung mit der Praxis können Herausforderungen unmittelbar erkannt und auf die Forschungsagenda gesetzt werden.

Eine Mitarbeiterin des International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi

Deutsches Engagement Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft fördern Interner Link

Das BMZ stellt seit vielen Jahrzehnten beträchtliche Mittel für die entwicklungsorientierte Agrarforschung zur Verfügung. Derzeit sind es rund 25 Millionen Euro pro Jahr. So fördert das BMZ die 15 Agrarforschungszentren der globalen Forschungspartnerschaft für eine ernährungssichere Zukunft CGIAR, das International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) und das World Vegetable Center. Um die weltweite Artenvielfalt wichtiger Kulturpflanzen zu sichern, unterstützt Deutschland zwölf internationale Saatgutbanken.