Workshop in Nigeria

Digitalisierung für Entwicklung Ziel 3: Chancengleichheit

Di­gi­ta­li­sie­rung ist ei­ne his­to­ri­sche Chan­ce für die Über­win­dung von Un­gleich­hei­ten. Wir wol­len di­gi­ta­le Lö­sun­gen da­für nut­zen, dem Ziel "Bil­dung für al­le" nä­her zu kom­men und Zu­gang zu Ge­sund­heits­dienst­leis­tun­gen zu er­mög­li­chen.

Bil­dungs­an­ge­bo­te kön­nen durch Di­gi­ta­li­sie­rung aus­ge­wei­tet und an den Be­darf an­ge­passt wer­den. Ins­be­son­de­re be­nach­tei­lig­te Be­völ­ke­rungs­grup­pen pro­fi­tie­ren da­von. Ein be­son­de­rer Schwer­punkt liegt auf der För­de­rung von Frau­en und Mäd­chen.

Wir un­ter­stüt­zen Part­ner­län­der dar­in, nach­hal­ti­ge und leicht zu­gäng­li­che di­gi­ta­le An­wen­dun­gen für den Auf­bau und die Stär­kung der Ge­sund­heits- und So­zi­al­sys­te­me zu nut­zen. Dies be­inhal­tet zum Bei­spiel die Ein­füh­rung di­gi­ta­ler Kran­ken­haus­ma­nage­ment- und Ge­sund­heits­da­ten­sys­te­me oder ei­nes di­gi­ta­len Früh­warn­sys­tems zur Über­wa­chung von Epi­de­mi­en.

Beispiele aus dem Bereich Bildung

Beispiel 1
Schü­le­rin­nen der Bri­tish School in Genf neh­men im Rah­men ei­nes "IKT-Ta­ges" an ei­nem Work­shop teil.

#eS­kill­s4­Girls Interner Link

Vie­le Frau­en und Mäd­chen sind von der Nut­zung di­gi­ta­ler Tech­no­lo­gi­en aus­ge­schlos­sen: Welt­weit ha­ben zum Bei­spiel rund 250 Mil­lio­nen we­ni­ger Frau­en als Män­ner Zu­gang zum In­ter­net.

Um die di­gi­ta­le Kluft zwi­schen den Ge­schlech­tern zu über­win­den und um die Be­tei­li­gung von Frau­en und Mäd­chen an der di­gi­ta­len Wirt­schaft zu för­dern, hat das Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um (BMZ) 2017 im Rah­men der G20-Prä­si­dent­schaft die In­itia­ti­ve #eS­kill­s4­Girls ge­star­tet.

Beispiel 2
Cloud-Sym­bol auf ei­ner Wand

Africa Cloud – In­no­va­ti­ve di­gi­ta­le Wis­sens- und Lern­an­ge­bo­te

Die Africa Cloud soll mit di­gi­ta­len Wis­sens- und Lern­an­ge­bo­ten aus­ge­wähl­te Ziel­grup­pen in Afri­ka er­rei­chen.

Da­zu wer­den hoch­wer­ti­ge Lern­in­hal­te auf ei­ner pan­afri­ka­ni­schen Wis­sens- und Lern­platt­form zur Ver­fü­gung ge­stellt und mit afri­ka­ni­schen Part­nern und ei­nem in­no­va­ti­ven Da­ten­mo­dell wei­ter­ent­wi­ckelt.

Women in Tech

Wo­men in Tech: Lore­na Jau­me-Pa­la­sí und Re­gi­na Ho­nu

Wo­men in Tech: Lore­na Jau­me-Pa­la­sí und Re­gi­na Ho­nu

Wo­men in Tech: Lore­na Jau­me-Pa­la­sí und Re­gi­na Ho­nu

Noch im­mer gibt es im glo­ba­len Sü­den, eben­so wie im glo­ba­len Nor­den, nur we­ni­ge (be­kann­te) weib­li­che Vor­bil­der für Mäd­chen und jun­ge Frau­en aus dem Be­reich In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en. Ge­nau hier setzt das BMZ-Buch­pro­jekt "Wo­men in Tech – In­spi­ra­ti­on, kei­ne Mär­chen" an.

Es por­trä­tiert weib­li­che Vor­bil­der aus der Tech­no­lo­gie-Sze­ne aus der gan­zen Welt. Das Buch er­zählt die span­nen­den Ge­schich­ten von 30 Frau­en aus 22 ver­schie­de­nen Län­dern wie In­do­ne­si­en, Gha­na und Bra­si­li­en. Die­se Frau­en nah­men teils im­mense Wi­der­stän­de auf sich, um in der Tech­no­lo­gie-Bran­che Fuß zu fas­sen.

Das Buch soll jun­ge Frau­en und Mäd­chen welt­weit in­spi­rie­ren, die­sen bei­spiel­haf­ten Frau­en zu fol­gen – dass sie Er­fin­de­rin­nen, Wis­sen­schaft­le­rin­nen, Web-De­si­gne­rin­nen, Ma­na­ge­rin­nen und Netz­ak­ti­vis­tin­nen wer­den.

Beispiele aus dem Bereich Gesundheit

Beispiel 1
Bun­des­entwicklungsmi­nis­ter Gerd Mül­ler schaut sich ei­nen DHL-Pa­ket­kop­ter an.

Deliver Future

Die Me­di­zin­ver­sor­gung ent­le­ge­ner Ge­bie­te mit Hil­fe von Droh­nen re­vo­lu­tio­nie­ren – das Pi­lot­pro­jekt "De­liver Fu­ture" be­weist, dass dies kei­ne Zu­kunfts­mu­sik ist. Mög­lich ma­chen das Pro­jekt drei Ex­per­ten auf ih­rem Ge­biet: DHL, die Deut­sche Ge­sell­schaft für In­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit (GIZ) im Auf­trag des Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­ums (BMZ) und der deut­sche Droh­nen­her­stel­ler Wing­cop­ter.

Er­folg­reich ha­ben sie über sechs Mo­na­te hin­weg die Lie­fe­rung von Me­di­ka­men­ten per Droh­ne auf ei­ne In­sel im Vik­to­ria­see er­probt. Der selb­stän­dig flie­gen­de "DHL-Pa­ket­kop­ter 4.0" schaff­te da­bei die 60-Ki­lo­me­ter-Flug­stre­cke vom Fest­land bis zur In­sel in durch­schnitt­lich 40 Mi­nu­ten. Ins­ge­samt wur­den in dem Pi­lot­pro­jekt mehr als 2.200 Ki­lo­me­ter ge­flo­gen und rund 2.000 Flug­mi­nu­ten ge­leis­tet.

Die Droh­ne er­öff­net neue Mög­lich­kei­ten, denn in vie­len Re­gio­nen Afri­kas stellt die Lo­gis­tik im Ge­sund­heits­we­sen, ins­be­son­de­re die Me­di­zin­ver­sor­gung von länd­li­chen Kran­ken­häu­sern und Apo­the­ken, ei­ne enor­me Her­aus­for­de­rung dar.

Beispiel 2
Lo­go von SOR­MAS (Sur­veil­lan­ce and Out­break Re­spon­se Ma­nage­ment Sys­tem)

SOR­MAS – Soft­ware zur Früh­war­nung bei Epi­de­mi­en

Das di­gi­ta­le "Sur­veil­lan­ce and Out­break Re­spon­se Ma­nage­ment Sys­tem" (SOR­MAS) un­ter­stützt Ge­sund­heits­sys­te­me in Afri­ka da­bei, früh­zei­tig Epi­de­mi­en zu er­ken­nen und schnel­le Ge­gen­maß­nah­men ein­zu­lei­ten.

Schon heu­te deckt SORMAS ei­ne Be­völ­ke­rung von über 50 Mil­lio­nen Men­schen in Ni­ge­ria ab. Per Mo­bil­te­le­fon kön­nen sie schnell mit In­for­ma­tio­nen über mög­li­che Krank­hei­ten und den Um­gang mit In­fi­zier­ten ver­sorgt wer­den. Zu­gleich er­mög­licht SOR­MAS bes­se­re Pro­gno­sen für die Aus­brei­tung und hilft bei der Be­kämp­fung und Ein­däm­mung von Epi­de­mi­en in ent­le­ge­nen Ge­bie­ten. Ei­ne wei­te­re Aus­wei­tung des Sys­tems in Ni­ge­ria und auch in Gha­na wur­de an­ge­sto­ßen.

Migration

In ei­nem Work­shop im ke­nia­ni­schen Flücht­lings­la­ger Ka­ku­ma wer­den Ge­flüch­te­te zu mo­bi­len Re­por­tern aus­ge­bil­det.

In ei­nem Work­shop im ke­nia­ni­schen Flücht­lings­la­ger Ka­ku­ma wer­den Ge­flüch­te­te zu mo­bi­len Re­por­tern aus­ge­bil­det.

In ei­nem Work­shop im ke­nia­ni­schen Flücht­lings­la­ger Ka­ku­ma wer­den Ge­flüch­te­te zu mo­bi­len Re­por­tern aus­ge­bil­det.

Welt­weit le­ben rund 250 Mil­lio­nen Men­schen als Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten au­ßer­halb ih­res Her­kunfts­lan­des. Mehr als 65 Mil­lio­nen Men­schen be­fin­den sich ak­tu­ell auf der Flucht vor Krieg und Ver­fol­gung, rund 40 Mil­lio­nen in­ner­halb des ei­ge­nen Lan­des.

Di­gi­ta­le Lö­sun­gen kön­nen da­zu bei­tra­gen, die Po­ten­zia­le von Mi­gra­ti­on zu nut­zen und die Le­bens­be­din­gun­gen von Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten, Flücht­lin­gen und Bin­nen­ver­trie­be­nen zu ver­bes­sern. Da­von kön­nen auch die Ge­mein­den pro­fi­tie­ren, die ge­flüch­te­te Men­schen auf­neh­men.

Men­schen hal­ten auf ih­rer Flucht bei­spiels­wei­se di­gi­tal Kon­takt zu ih­ren pri­va­ten und be­ruf­li­chen Netz­wer­ken im Her­kunfts­land und kön­nen so den Wis­sens­aus­tausch zwi­schen Auf­nah­me- und Her­kunfts­län­dern för­dern.

Auch Geld­über­wei­sun­gen von Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten so­wie Flücht­lin­gen in ihr Her­kunfts­land wer­den er­leich­tert: Preis­ver­gleichs­sei­ten im In­ter­net er­hö­hen die Trans­pa­renz und hel­fen, den güns­tigs­ten Über­wei­sungs­an­bie­ter zu fin­den.

Di­gi­ta­le An­sät­ze kön­nen Men­schen auf der Flucht au­ßer­dem Zu­gang zu Bil­dung und zum Ar­beits­markt ver­schaf­fen. So kön­nen Zu­kunfts­per­spek­ti­ven ver­bes­sert und Jobs ge­schaf­fen wer­den.

Ein sehr gro­ßes Po­ten­zi­al hat der IT-Sek­tor als Job­ma­schi­ne. Er ist in vie­len Her­kunfts­län­dern, aus de­nen Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten und Flücht­lin­ge kom­men, der Wirt­schafts­zweig mit den höchs­ten Wachs­tums­ra­ten. Die Nach­fra­ge am Ar­beits­markt nach gut aus­ge­bil­de­ten IT- Fach­kräf­ten steigt täg­lich.