Schü­le­rin­nen der Bri­tish School in Genf neh­men im Rah­men ei­nes "IKT-Ta­ges" an ei­nem Work­shop teil.

Digitalisierung für Entwicklung #eSkills4Girls

Viele Frauen und Mädchen sind von der Nutzung digitaler Technologien ausgeschlossen: Weltweit haben zum Beispiel rund 250 Millionen weniger Frauen als Männer Zugang zum Internet. Dabei bieten gerade digitale Technologien großes Potenzial für die politische, wirtschaftliche und soziale Stärkung von Frauen und Mädchen.

Doch oftmals fehlen den Frauen – insbesondere in Entwicklungsländern – die digitalen Kompetenzen, die ein wichtiger Schlüssel zur Teilhabe an der digitalen Welt und Voraussetzung für den Zugang zu vielen Berufen sind.

Digitale Kompetenzen beziehen sich zum Beispiel auf die Fähigkeit, wichtige Inhalte im Internet zu finden und zu bewerten, umfassen aber auch fortgeschrittene Anwenderkenntnisse wie das Programmieren. So nutzen weltweit circa 12 Prozent weniger Frauen als Männer das Internet – in Afrika sind es sogar 25 Prozent weniger.

Geschlechtsspezifische digitale Kluft überwinden

Im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft im Jahr 2017 machte das BMZ auf die geschlechtsspezifische digitale Kluft („gender digital divide“) aufmerksam. Dazu wurde das Thema #eSkills4Girls auf die entwicklungspolitische Tagesordnung gesetzt und ist in die Gipfelerklärung der G20-Regierungschefs (#eSkills4Girls-Statement (Externer Link)) eingeflossen.

Die weitere Umsetzung der G20-Initiative des deutschen Beitrags erfolgt multilateral durch die Arbeit der Multi-Akteurs-Partnerschaft EQUALS (Externer Link) (The Global Partnership for Gender Equality in the Digital Age). Diese setzt sich für die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter im digitalen Zeitalter ein.

Seit drei Jahren fördert das Bundesentwicklungsministerium unter anderem die von der Privatwirtschaft initiierte Africa Code Week (Externer Link). Das Ziel besteht darin, junge Menschen in Afrika mit den notwendigen Kenntnissen für den digitalen Wandel auszurüsten. So konnten 20 Initiativen in 15 afrikanischen Ländern Workshops und Veranstaltungen zur Förderung digitaler Kompetenzen insbesondere für junge Frauen und Mädchen durchführen. Die freiwilligen Trainerinnen und Trainer dieser Initiativen erreichten rund 13.800 junge Frauen und Mädchen. Diese lernten erste Schritte im Programmieren, zum Beispiel von Mobilfunkapplikationen, und die Handhabung von Programmiersprachen wie HTML, CSS, Javascript und Java.