Im Rahmen eines Cash-for-Work-Programms des BMZ wird der Müll in der jordanischen Stadt Mafraq gesammelt.

Cash for Work Beispiele für das deutsche Engagement in Jordanien

Tröpfchenbewässerung in der Wüste

Jordanien ist eines der trockensten Länder weltweit. Ganze Landstriche sind wüstenähnlich und wenig fruchtbar. Tröpfchenbewässerung für den Obst­ und Gemüseanbau spart Wasser und schont die Umwelt. 5.100 syrische und jordanische Frauen wurden seit 2016 im Umgang mit dieser speziellen Bewässerungsmethode geschult und verdienen dadurch ihr eigenes Einkommen. Für die meisten dieser Frauen ist das sehr wichtig, da sie ihre Familien oftmals allein ernähren.

Abfallbeseitigung und Recycling

In vielen Gemeinden im Norden Jordaniens hat sich die Einwohnerzahl seit Beginn der Syrienkrise verdoppelt. Die Kommunen stehen vor enormen Herausforderungen – insbesondere die Abfallentsorgung ist ein großes Problem. Im Rahmen eines Cash-for-Work-Vorhabens wurden – durch das BMZ finanziert – seit 2016 rund 40.000 syrische Flüchtlinge und Jordanierinnen und Jordanier eingestellt, um in zahlreichen jordanischen Gemeinden und dem Flüchtlingslager Za'atari Abfall zu sammeln und zu recyceln. Parallel dazu entstehen Wertstoffhöfe mit dauerhaften Arbeitsplätzen.

Berufsbildungsangebote

Gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fördert das BMZ Berufsbildungsangebote für junge Menschen. Experten beraten sie bei ihrer beruflichen Orientierung, bieten ihnen Qualifizierungsmaßnahmen und unterstützen sie bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Das Programm läuft seit 2018 und hat bisher mehr als 300 Personen in Jobs vermittelt.

Zusätzliche Lehrkräfte

Der Bedarf an Bildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die aus Syrien fliehen mussten, ist groß. Deshalb hat das BMZ 2020 in Jordanien die Gehälter von 1.300 Lehrkräften finanziert. Dadurch erhalten pro Schuljahr 136.000 Kinder einen Schulplatz.

Dauerhafte Beschäftigung

Durch ein Projekt des BMZ in Kooperation mit der jordanischen Regierung sowie lokalen Verbänden und Kammern erhalten Unternehmen, die syrische Flüchtlinge und arbeitssuchende Jordanierinnen und Jordanier einstellen, Beratung und Exportförderung. So sollen Teilnehmende aus temporären Cash-for-Work­-Projekten in dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden. Durch die Organisation von Jobmessen werden Firmen und Arbeitssuchende in Kontakt gebracht. Durch das Projekt sind bereits mehr als 600 Menschen in ein festes Beschäftigungsverhältnis vermittelt worden.

Cash-for-Work-Maßnahme in Jordanien
Video: Cash for Work: Beispiele aus Jordanien