Welt-Malaria-Tag Minister Müller: “Dürfen Kampf gegen Malaria nicht vernachlässigen”

25. April 2021 | Berlin – Heute ist Welt-Malaria-Tag. Die Krankheit ist nach wie vor eine Gefahr für die Hälfte der Weltbevölkerung. Dazu erklärte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

Siehe auch
Eine Mutter versorgt ihr an Malaria erkranktes Baby in der Gerlib Klinik, einer kleinen Gesundheitsstation in Monrovia, Liberia.

Bekämpfung der Malaria Interner Link

Die Erreger der Malaria sind einzellige Parasiten (Plasmodien), die durch Stechmücken der Gattung Anopheles von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Infektionskrankheit tritt, bis auf Ausnahmefälle, bisher nur in tropischen Regionen auf.

Logo: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM)

Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria Interner Link

Aids, Tuberkulose und Malaria gehören zu den weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Diese globalen Epidemien bis 2030 zu beenden, wurde im September 2015 als Ziel 3.3 in die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung aufgenommen.

„Alle zwei Minuten stirbt ein Kind in Afrika an Malaria. Insgesamt mehr als 400.000 Menschen jedes Jahr. Malaria gehört so zu den am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten der Welt. Die Corona-Pandemie hat die Lage noch verschärft. Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet 100.000 zusätzliche Malaria-Tote im Jahr 2020: Personal wurde abgezogen, um Corona-Infizierte zu behandeln und Moskitonetze, Medikamente konnten nicht mehr ausgeliefert werden, weil Versorgungsketten zusammengebrochen sind, oft mit tödlichen Folgen. So gingen zum Beispiel in Asien die Malaria-Behandlungen seit Beginn der Pandemie um 60 Prozent zurück, in Afrika um 15 Prozent.“

„Wir dürfen das nicht einfach so hinnehmen, denn Malaria ist vermeidbar und heilbar“, so Müller weiter. „Deutschland geht voran und hat in der Corona-Krise sein Engagement für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) verstärkt. Als viertgrößter Geber stellen wir in diesem Jahr zusätzlich 140 Millionen Euro bereit. Die Mitarbeiter können so, ausgestattet mit Schutzausrüstung, Maßnahmen zum Kampf gegen die Malaria, wie die Haus-zu-Haus-Verteilung von imprägnierten Moskitonetzen und saisonale Malaria-Prophylaxen auch während der Pandemie weiterführen.“

Jahr für Jahr infizieren sich Millionen Menschen mit der von der Anophelesmücke übertragenen Krankheit, mehr als 90 Prozent davon in Subsahara-Afrika. Durch imprägnierte Moskitonetze, Pestizide in Innenräumen und Medikamente, die prophylaktisch wirken, kann einer Infektion mit Malaria vorgebeugt werden. Zudem kann Malaria effektiv diagnostiziert und behandelt werden. Schnelltests und die rechtzeitige Behandlung Erkrankter mit Malariamedikamenten können viele schwere und womöglich tödliche Krankheitsverläufe verhindern. Viele Länder, in denen Malaria endemisch ist, stehen momentan allerdings vor der doppelten Herausforderung, ihre Bevölkerung vor Malaria und Corona zu schützen.

Das Bundesentwicklungsministerium fördert die weltweite Bekämpfung von Tuberkulose, HIV/Aids und Malaria durch die Stärkung von Gesundheitssystemen über den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) im Zeitraum 2020 bis 2022 mit Kernbeiträgen in Höhe von einer Milliarde Euro und weiteren 290 Millionen Euro für die Reaktion auf die Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021.