Pressemitteilung Alabali Radovan wirbt für internationale Investitionen in den Wiederaufbau der Ukraine

25. Juni 2026 | Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist am 25. Juni 2026 gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz zur Ukraine Recovery Conference (URC) in Danzig/Gdańsk, Polen, teil. Die von der ukrainischen und polnischen Regierung gemeinsam ausgerichtete Konferenz ist das zentrale internationale Forum für den zivilen Wiederaufbau und die Mobilisierung internationalen Rückhalts für die Ukraine.

Stadtansicht von Kyjiw

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Die Ukraine Recovery Conference 2026 sendet ein klares Signal: Wir investieren gemeinsam in den Wiederaufbau, in Reformen, Widerstandskraft und in die Zukunft der Ukraine. Unsere Botschaft ist klar – die Partnerinnen und Partner der Ukraine stehen fest an der Seite der Ukraine, politisch und mit konkreten Investitionen in den Wiederaufbau. Deutschland setzt sich insbesondere für den Wiederaufbau einer starken ukrainischen Wirtschaft und eine enge Kooperation mit der deutschen und europäischen Wirtschaft ein. Davon profitiert nicht nur die Ukraine. Diese Zusammenarbeit ist ein Gewinn auch für uns in Deutschland und Europa – für unsere Wirtschaft und für unsere Sicherheit.“

Im Mittelpunkt der URC 2026 stehen die weitere internationale Unterstützung der Ukraine und die Mobilisierung von privaten Investitionen für den Wiederaufbau.

Die Ministerin vertritt Deutschland unter anderem beim Minister*innentreffen der Ukraine Donor Platform, dem wichtigsten Koordinierungsgremium für internationale Unterstützung der Ukraine bei Finanzhilfen, Reformen und Wiederaufbau, unter Vorsitz des polnischen Finanzministers Andrzej Domański, der ukrainischen Premierministerin Julija Swyrydenko, des ukrainischen Finanzministers Serhii Marchenko sowie der EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos.

Ministerin Alabali Radovan wird mit Fokus auf den wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ukraine vor allem drei Initiativen voranbringen:

  • European Flagship Fonds für den Wiederaufbau der Ukraine: Auf der Konferenz fällt der Startschuss für die Umsetzung des Fonds. Die Initiative wurde im vergangenen Jahr von Deutschland gemeinsam mit der Ukraine, EU, Italien, Polen und Frankreich auf den Weg gebracht. Ziel ist es, zusätzliche private Investitionen in den Wiederaufbau zu mobilisieren, insbesondere in den strategisch wichtigen Sektoren Infrastruktur, Energie, Industrie und Logistik. Deutschland übernimmt dabei eine Vorreiterrolle und gilt als Wegbereiter des Fonds.
  • Kooperation für den Wiederaufbau der ukrainischen Industrie: Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan wirbt für die bei den deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen vereinbarte Kooperation für den Wiederaufbau der ukrainischen Industrie (Externer Link). Die Initiative soll es ukrainischen Unternehmen erleichtern, Maschinen und Ersatzteile zu günstigeren Konditionen aus Deutschland sowie aus der EU zu erwerben. Unterstützt werden insbesondere Betriebe, deren Produktionsanlagen durch den Krieg beschädigt oder zerstört wurden.
  • Skills Alliance for Ukraine: Auf Initiative Deutschlands und der Ukraine ruft die internationale Allianz für Wiederaufbau-Fachkräfte („Skills Alliance for Ukraine“) Unternehmen auf, bei öffentlich-privaten Ausbildungspartnerschaften mitzumachen. Dieser Aufruf richtet sich an alle in der Ukraine tätigen Unternehmen – sowohl ukrainische als auch deutsche und internationale. In Zusammenarbeit mit Bildungsanbietern können – kofinanziert von öffentlicher Seite – Unternehmen Ausbildungsprojekte entwickeln, die weiterführende Qualifikationen fördern.

Das BMZ und das ukrainische Wirtschaftsministerium haben die Skills Alliance for Ukraine auf der URC2024 aufgesetzt. Die internationale Allianz hat seit 2024 über 725.000 dringend benötigte ukrainische Fachkräfte für den Wiederaufbau aus- und fortgebildet. Das sind viermal so viele wie ursprünglich anvisiert.

Begleitet wird Alabali Radovan von Entwicklungs-Staatssekretär Niels Annen, der Deutschland bis zum 26. Juni vor Ort vertreten wird und bereits am 24. Juni als Vertreter der Bundesregierung am Steuerungstreffen der Ukraine Donor Platform teilnahm.