Corona-Sofortprogramm Deutsche Unter­stüt­zung in der Corona-Pan­de­mie – zwei neue Kran­ken­häuser im Irak eröffnet 

Pressemitteilung vom 3. März 2022 | Berlin/Bagdad – In der ira­kischen Haupt­stadt Bagdad wurden heute zwei von Deutsch­land finan­zierte Kran­ken­häuser er­öffnet. Die Gesund­heits­ein­rich­tun­gen sind Teil eines Projekts, das die Ver­sor­gung von Co­rona-Pa­tien­ten in den vier größten Städten des Landes verbessern soll.

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Logo der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Bundes­ent­wick­lungs­minis­terin Svenja Schulze: "Der Kampf gegen Corona in den ärmeren Län­dern erfordert nicht nur die Abgabe von Impf­stoffen und Schutz­masken. Es geht dabei auch um In­vesti­tio­nen in die Gesund­heits­systeme unserer Partner. Das hilft auch über die Pan­demie hinaus. Ich freue mich daher, dass wir mit diesem wichtigen Infra­struktur­vor­haben aus dem Co­rona-Sofort­pro­gramm der Bundes­re­gierung schnell Erfolge erzielen konnten. Die Fertig­stellung kommt zur richtigen Zeit, da im Irak die Pa­tienten­zahlen der­zeit wieder an­steigen."

Das Bundes­minis­terium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ) finan­ziert als Teil des Co­rona-Sofort­pro­gramms der Bundes­regie­rung den Bau der Kranken­häuser in den vier größten Städten des Landes mit ins­gesamt 24 Millionen Euro. Ins­gesamt geht es dabei um den Bau von fünf Kliniken mit jeweils 100 Betten, davon 52 Intensiv­betten für die isolierte Behand­lung von Covid-19-Pa­tien­ten. Das schafft Kapa­zitäten, um ins­gesamt 9.000 Co­vid-19-Pa­tienten inner­halb eines Jahres zu behandeln.

Heute eröffneten der geschäfts­führende ira­kische Gesund­heits­minister Hani Mousa Badr und der Präsi­dent des ira­kischen Wieder­auf­bau­fonds (ReFAATO) Al-Ani zusammen mit dem Geschäfts­träger der deutschen Bot­schaft Peter Felten in den Stadt­teilen Al-Rusafa und Al-Karkh der Haupt­stadt Bagdad die ersten zwei der fünf Kliniken. Die weiteren drei Kranken­häuser an den Stand­orten Basra, Sulaimaniya und Mosul sollen noch im Laufe des Monats eröffnet werden.

Auch nach der Coro­na-Pan­de­mie sollen die neu errichteten Kranken­häuser zur Ver­besse­rung der Gesund­heits­versor­gung im Land bei­tragen. Es ist geplant, zwei der Kranken­häuser dann als Kinder­kranken­häuser zu nutzen, eines als Fach­klinik für Onkologie und Kardiologie und ein weiteres als Fachkrankenhaus für Lungen­erkrankungen.

Die irakische Gesund­heits­infra­struktur war auf die erste Coro­na-Welle nicht vor­bereitet. Im Februar 2020  gab es im Land nur knapp 50.000 Kranken­haus­betten, davon 700 für die Intensiv­versor­gung. Nach vielen Jahren des bewaffneten Konflikts ist die Infra­struktur im Irak in einem schlechten Zustand. Deutschland hat deshalb schnell reagiert und in Zu­sammen­arbeit mit den ira­kischen Partnern den Bau der Kranken­häuser voran­getrieben.