Zusammenarbeit mit Südafrika Boom bei Solaranlagen
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützte seit 2019 ausgewählte Kommunen dabei, die Voraussetzungen für den Anschluss von Dachsolaranlagen zu schaffen. Technische, juristische und kaufmännische Expertinnen und Experten in der Verwaltung wurden dazu beraten. Gleichzeitig wurde der südafrikanische Kommunalverband eng eingebunden, um im ganzen Land vergleichbare Bedingungen zu schaffen. Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber dezentraler Stromerzeugung zeigten sich schließlich auch die nationale Regulierungsbehörde und das nationale Energieministerium interessiert.
Die Erfahrungen aus den Pilotgemeinden dienten als Grundlage für ein Fortbildungsprogramm für alle 167 Kommunen. Es verband Schulungen mit Besuchen ausgewählter Anlagen und persönlicher Beratung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So konnten die Gemeinden die notwendigen Veränderungen in die Wege leiten, um das Anbringen von Dachsolaranlagen zu ermöglichen. Darüber hinaus wurden vor Ort die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Installationsbetrieben fortgebildet. Eine neue „PV Green Card“ wurde eingeführt; sie zeichnet besonders qualifizierte Handwerksbetriebe aus. All diese Maßnahmen stellten sicher, dass die Anlagen zuverlässig arbeiten und sich der Markt langfristig wirtschaftlich tragfähig entwickelt.
Ausbildungsprogramme und begleitende Beratung der nationalen Behörden bildeten die Grundlage für den zunehmenden Einsatz von Solaranlagen in Südafrika. Als die nationale Regierung schließlich die stark einschränkende Regulierung von Dachsolaranlagen aufhob, kam es zu einem regelrechten Boom. Mitte 2024 waren mehr als 5.000 MW dezentrale erneuerbare Energieerzeugungsanlagen installiert – 2022 waren es noch weniger als 2.300 MW.