Zusammenarbeit mit Westbalkan Bessere Energieeffizienz, mehr Komfort
Das gilt auch für das VMA Krankenhaus in Belgrad, eines der größten Krankenhäuser Europas. Verteilt auf 15 Stockwerke, belegt es eine Fläche von gut 25 Fußballfeldern. 1982 eröffnet, entspricht das Krankenhaus heute bei Weitem nicht mehr den baulichen und energetischen Ansprüchen. Das VMA verbraucht etwa zweimal so viel Strom, zweieinhalb mal so viel Wärme und fünfmal so viel Wasser wie eine deutsche Klinik im Mittel.
2023 begann die umfassende Sanierung, mit Unterstützung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der Europäischen Union. Die Baumaßnahmen müssen im laufenden Betrieb erfolgen. Und hier geht es nicht um ein paar kosmetische Eingriffe: Die sanitären Anlagen, die elektrischen Leitungen, das Heiz-, Ventilations- und Kühlsystem sowie deren Pumpanlagen müssen ausgetauscht werden. Das Dach, die Außenfassade und die Fenster müssen ebenfalls saniert werden. Auch der Brandschutz ist nicht mehr aktueller Stand der Technik.
Nach der Modernisierung soll sich der Verbrauch insgesamt halbieren. Das senkt Energiekosten und CO2-Emissionen. Der Lebenszyklus des Krankenhauses wird sich um 30 bis 50 Jahre verlängern und auch der Komfort in der Klinik wird sich verbessern; in der Vergangenheit hatten Patienten immer wieder über zugige Zimmer und ein unangenehmes Raumklima geklagt.
Das VMA Krankenhaus ist eines von etwa einem Dutzend öffentlicher Gebäude, die mit deutscher Unterstützung auf dem Westbalkan modernisiert werden. Fast immer sind es gut sichtbare und bekannte Einrichtungen, um neben dem unmittelbaren Effekt auf das Gebäude selbst samt seiner Nutzer auch generell positive Beispiele für mehr Energieeffizienz zu schaffen.