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2014

Newsletter 03 | 15. April 2014


Podiumsgespräch bei der Auftaktveranstaltung zum Zukunftscharta-Dialog mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und weiteren Gästen. Urheberrecht: Ralf Rühmeier
Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMZ, bei einem Symposium über die Neuausrichtung globaler Entwicklungsziele. Urheberrecht: Thomas Ecke
Imam Omar Kobine Layama, der katholischen Erzbischof von Bangui, Dieudonné Nzapalainga, Bundesminister Dr. Gerd Müller und der Präsident der evangelischen Allianz, Pastor Nicolas Guérékoyame-Gbangou. Urheberrecht: BMZ
Staatssekretär Thomas Silberhorn und Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH). Urheberrecht: photothek

Entwicklungspolitik aktuell
Nachrichten aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung



Liebe Leserin, lieber Leser,

das BMZ lädt Sie ein, über die künftigen Schwerpunkte der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit zu diskutieren. Es geht um eine Politik, die Ökologie, Ökonomie und die sozialen, kulturellen und politischen He­raus­for­de­run­gen unserer Zeit einschließt. Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller hat dazu Anfang April den öffentlichen Dialog "EINEWELT-Zukunftscharta" gestartet – weitere Informationen darüber finden Sie weiter unten in diesem Newsletter.

Er enthält außerdem Berichte über zwei Reisen, die Minister Müller im März nach Afrika geführt haben. Dazu Kurzmeldungen mit Informationen über die Themen, mit denen sich das Ministerium in den vergangenen Wochen befasst hat, und verschiedene Serviceangebote – von der Bildergalerie bis zum TV-Tipp für die kommenden Feiertage.

Wir wünschen Ihnen frohe und erholsame Ostertage!

Ihre
BMZ-Internetredaktion


Diskutieren Sie mit!

Logo: Zukunfscharta EINEWELT – Unsere Verantwortung

2015 werden wichtige Entscheidungen für die weltweite Entwicklung getroffen: Wir erreichen das Zieljahr der Millenniumsentwicklungsziele und die internationale Gemeinschaft wird einen neuen Fahrplan für die nach­haltige Entwicklung unserer Welt erarbeiten.

Auch Deutschland trägt eine große Verantwortung dafür, dass die Weichen für die zukünftige Entwicklung richtig gestellt werden. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat darum Anfang April einen breiten gesellschaftlichen Dialog über die Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gestartet. In seiner Auftaktrede sagte er: "Wir müssen die Globalisierung so gestalten, dass sie den Menschen dient. Markt braucht Regeln und Macht braucht Grenzen. Nach­haltig­keit muss das Prinzip aller Entwicklung, ja allen Tuns sein."

Sie sind eingeladen, sich an dem Dialog über die Zukunftscharta zu beteiligen: Diskutieren Sie mit und bringen Sie Ihre Ideen ein!


 
Wir wollen wissen, unter welchen Be­­din­gungen un­se­re Lebens­mittel und unsere Kleidung her­ge­stellt werden. Deshalb steht für mich Fair Trade auf meiner po­li­tischen Agenda ganz oben.

Gerd Müller


Reise von Minister Müller nach Südsudan und Mali

Bundesentwicklungsminister Dr. Müller beim Besuch eines Lagers für Binnenflüchtlinge im Südsudan. Urheberrecht: Thomas Trutschel/photothek

Hilfe für Flüchtlinge und Stärkung der Land­wirt­schaft – gelungene Ent­wick­lungs­po­li­tik ist Friedenspolitik

Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller hat vom 26. bis 28. März Südsudan und Mali besucht.

Im Zentrum seines Besuchs in dem seit Dezember 2013 von einem neuen Bürgerkrieg erschütterten Südsudan stand die Hilfe für die Flüchtlinge, die durch die Kämpfe ihre Heimat verloren haben. Müller sagte Mittel der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit in Höhe von 10 Millionen Euro zu, die den Vertriebenen über das Welternährungsprogramm sofort zugutekommen sollen. Nach einem Rundgang durch ein Flüchtlingslager war der Bundes­ent­wick­lungs­minister tief betroffen vom Elend der rund 70.000 dort lebenden Menschen. Müller: "Auch wenn wir unsere langfristig ausgerichteten Entwicklungsprojekte in Südsudan aufgrund der Kämpfe unterbrechen mussten, dürfen wir die Flüchtlinge nicht alleine lassen. Mit den Instrumenten der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit können wir für diese Menschen eine Perspektive schaffen."

In einem Gespräch mit Staatspräsident Salva Kiir forderte Müller eine friedliche Beilegung des Konflikts. Der Minister kritisierte die schweren Menschenrechtsverletzungen, die von allen Seiten begangen wurden.

Bei einem anschließenden Besuch in Mali verschaffte sich Minister Müller einen Eindruck vom Stand der deutsch-malischen Kooperation. Nach verschiedenen Projektbesuchen und politischen Gesprächen zog er eine positive Bilanz: "Das En­gage­ment der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit mit Mali trägt Früchte. Das krisengeschüttelte Land hat alle Voraussetzungen, seine Bürgerinnen und Bürger in Zukunft selbst ernähren zu können. Hier leisten wir gerne unseren Beitrag."

Beim Besuch eines Agrarforschungsinstitutes gab Müller den Startschuss für ein erstes von zehn grünen Inno­va­tions­zentren in Afrika. Durch diese Zentren soll die land­wirt­schaftliche Wert­schöpfung gefördert werden: vom Anbau auf dem Acker bis zum fertigen Produkt auf dem Teller.

Minister Müller: "Indem wir die Land­wirt­schaft in Mali stärken, bekämpfen wir nicht nur den Hunger. Wir eröffnen damit auch Lebensperspektiven für junge Menschen in den ländlichen Gebieten. Dies ist ein entscheidender Schlüssel für die Stabilisierung Malis und das beste Beispiel, dass gelungene Ent­wick­lungs­po­li­tik auch Friedenspolitik ist."


 
bildergalerie

Bildergalerie

Impressionen von den Reisen des Ministers nach Südsudan, Mali und in die Zentralafrikanische Republik



Rede im Deutschen Bundestag

Bei der ersten Beratung des Bundestages über
den Haushalt des BMZ hat Entwicklungsminister
Gerd Müller die großen Herausforderungen be-
schrieben, vor denen die Entwicklungspolitik steht.
Eine Videoaufzeichnung seiner Rede finden Sie hier.
Den Text der Rede finden Sie hier.


Kurz gemeldet

Entwicklungsminister Gerd Müller und die myanmarische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Urheberrecht: Michael Gottschalk/photothek

Myanmar
Minister Müller trifft Friedens­nobel­preis­trägerin Aung San Suu Kyi

"Es ist mir eine Ehre, Aung San Suu Kyi in Deutsch­land empfangen zu dürfen – ziemlich genau zwei Jahre, nach­dem die EU-Sank­tionen gegen Myanmar ge­fallen sind und damit auch der Weg für die Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit wieder frei ist. Aung San Suu Kyis Ein­satz für eine ge­walt­lose De­mo­krati­sie­rung hat einen we­sent­lichen Bei­trag zur Öff­nung des Lan­des ge­leistet", so Gerd Müller.

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Seth Berkley (Geschäftsführer GAVI Alliance), Thomas Silberhorn (Parlamentarischer Staatssekretär) Marwin Meier (Themenmanager Gesundheit und Anwaltschaft, World Vision Deutschland). Urheberrecht: GAVI Alliance/Jan Windszus

Podiumsdiskussion
Gesundheit als Grund­pfeiler nachhaltiger Ent­wick­lung

Anlässlich des Welt­gesund­heitstages hat das BMZ gemein­sam mit der Globa­len Impf­allianz (GAVI) eine Podiums­dis­kussion veran­staltet. In ihrem Fokus stand die Kinder­gesund­heit. Der Par­la­men­ta­rische Staats­sekretär Thomas Silberhorn und der Ge­schäfts­führer der GAVI Alliance, Seth Berkley, wiesen dabei auf die Bedeu­tung von Impfungen für die Ver­bes­se­rung der Kinder­gesund­heit hin.

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Blick auf die Erde. Urheberrecht: adri76 / Fotolia

Bericht des Weltklimarats
Müller: "Klima­wandel gefähr­det die Be­kämpfung der Ar­mut welt­weit"

Der neue Bericht des Welt­klima­rates stellt fest: Schon heute sind die Folgen des Klima­wandels welt­weit spürbar. Durch einen un­gebremsten Ausstoß von Kohlen­dioxid wächst die Gefahr von Armut, Hunger und Kon­flikten um schwin­dende Ressour­cen. "Wir stehen vor einer gewal­tigen Zu­kunfts­aufgabe: Wir wollen ein Ende von Armut und Hunger welt­weit, zu­gleich müssen wir die natür­lichen Lebens­grund­lagen unseres Plane­ten – die Schöpfung – be­wahren. Zentral wird sein, ob es uns gelin­gen wird, den Klima­wandel aufzu­halten und uns darauf ein­zu­stellen", so Minister Müller.

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Minister Müller, Dagmar Wöhrl und der französische Staatsminister für Entwicklung, Pascal Canfin in der Zentralafrikanischen Republik. Urheberrecht: Thomas Köhler/photothek

Zentralafrikanische Republik
"Wir wollen das Hungern und Morden mitten in Afrika nicht hin­nehmen"

Als erstes Mitglied der Bun­des­re­gie­rung hat sich Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller ein Bild von der Lage in der Zentral­afri­ka­nischen Re­publik ge­macht. Minister Müller be­suchte das Land ge­mein­sam mit der Vor­sitzenden des Bundes­tags­aus­schusses für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung, Dagmar Wöhrl, mit dem fran­zö­sischen Staats­minister für Ent­wick­lung beim Außen­minister, Pascal Canfin, dem EU-Kom­mis­sar für Ent­wick­lung, Andris Piebalgs, und Erik Solheim, dem Vor­sitzen­den des Ent­wick­lungs­aus­schusses der OECD.

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Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel während seiner Rede bei der Veranstaltung "Urbanisierung und nachhaltige Entwicklung – Ein Blick nach Asien". Urheberrecht: photothek

Nachhaltige Stadtentwicklung
Fuchtel: "Städte müssen auch in Zu­kunft lebens­werte Orte für die Menschen bleiben"

Wie Städte Akteure für nach­hal­tige Ent­wick­lung sein können, war das Thema einer Ver­an­stal­tung mit dem Titel "Urbanisierung und nach­hal­tige Ent­wick­lung – Ein Blick nach Asien" im Berliner Dienst­sitz des BMZ. Gastgeber war der Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tär Hans-Joachim Fuchtel. Das BMZ fördert welt­weit in mehr als 160 Vorhaben die Leis­tungs­fähig­keit von Städten und Gemeinden.

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Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller mit dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Dr. Martin Wansleben. Urheberrecht: BMZ

Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
Bun­des­mi­nis­ter Müller im Gespräch mit DIHK-Vertretern

Bei einem Treffen mit Martin Wansleben und Volker Treier aus der Geschäftsführung des Deutschen Industrie- und Handels­kammer­tags (DIHK) hat Ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller be­tont, wie wichtig dem BMZ eine enge und ver­trauens­volle Ko­opera­tion mit dem DIHK ist. Gegen­stand des Gespräches war unter anderem die zu­künftige Zu­sam­men­ar­beit bei der Um­setzung der politischen Schwer­punkte des BMZ.

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Die neue Politik des BMZ
100-Tage-Bilanz von Bundes­ent­wick­lungs­minister Gerd Müller

100 Tage nach dem Amtsantritt eines neuen Ministers wird traditionell eine erste Zwischenbilanz gezogen: Wir haben für Sie zusammengefasst, was das BMZ in den ersten Monaten unter seinem neuen Minister konkret auf den Weg gebracht hat und an welchem Leitbild wir uns bei unserer Arbeit orientieren.

Strategische Zusammenarbeit
Gespräch von Mi­nis­ter Müller mit dem Präsi­den­ten des Deut­schen Raiffeisen­ver­ban­des

Das BMZ wird seine strategische Zu­sam­men­ar­beit mit dem Deutschen Genossenschafts- und Raiff­ei­sen­ver­band aus­bauen. Ein Schwerpunkt wird dabei der gemeinsame Aufbau von zehn Inno­va­tions­zentren der Land- und Er­nährungs­wirt­schaft in Partner­ländern der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit sein.

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Terminhinweise

  • Sonnenuntergang in der Schweiz. Urheberrecht:  Thomas Trutschel/photothek

    22. April 2018
    Tag der Erde ("Earth Day")

    "Global denken, lokal handeln" ist das Motto des in mehr als 150 Ländern begangenen Tags der Erde ("Earth Day"). Er soll die Menschen dazu anregen, sich über die Folgen ihres Konsumverhaltens Gedanken zu machen. Mehr

  • Tabletten der Firma Pharmakina, die unter anderem Malariamedikamente herstellt. Urheberrecht: Thomas Imo/photothek

    25. April 2018
    Welt-Malaria-Tag

    Weltweit starben nach An­gaben der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) im Jahr 2015 rund 429.000 Men­schen an Malaria. Mehr



Lexikon der Entwicklungspolitik

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