Koloniale Kontinuitäten

Mit kolonialen Kontinuitäten (oder auch nur kurz: Kolonialität) werden Strukturen, Denk- und Handlungsmuster bezeichnet, die in der Kolonialzeit entstanden sind und auch heute noch Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung und unser Handeln haben. Koloniale Kontinuitäten beeinflussen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie gehören zu den Ursachen von Machtgefällen, Abhängigkeitsverhältnissen, unbewussten Vorurteilen und rassistischen Strukturen.

Das Bundesentwicklungsministerium (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (BMZ) hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für koloniale Kontinuitäten zu schärfen. Denkmuster, Strukturen und Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) werden vor diesem Hintergrund stets kritisch hinterfragt. Um die deutsche Entwicklungszusammenarbeit partnerorientierter zu gestalten, wird das BMZ unter anderem in Zukunft noch stärker auf lokales Fachwissen aus dem Globalen Süden zurückgreifen. Außerdem engagiert sich das BMZ dafür, die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Länder des Globalen Südens in internationalen Organisationen und Institutionen zu stärken.

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