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Welttag der kulturellen Vielfalt

Kulturelle Vielfalt ist auch Pressevielfalt: BMZ unterstützt weltweit Arbeit der Medien zur Eindämmung der Corona-Krise


Studio eines Radiosenders in Ruanda

22.05.2020 |

Berlin – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller erklärte anlässlich des Welttags der kulturellen Vielfalt am 21. Mai:

"Kulturelle Vielfalt ist auch Pressevielfalt. Gerade in Corona-Zeiten sind richtige Informationen und Medien überlebenswichtig. Sie helfen bei der Eindämmung der Corona-Krise, indem sie Falschmeldungen entgegentreten, wichtige Hinweise zu Hygienemaßnahmen und zur Versorgung der Menschen geben oder Informationen in indigenen Sprachen zur Verfügung stellen. Deshalb unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit freie Medien und lokale Sender weltweit als Teil unseres Corona-Sofortprogramms", so Minister Müller.

Der Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung ist ein Aktionstag der UNESCO, der seit 2001 jährlich am 21. Mai begangen wird. Er soll Bewusstsein für kulturelle Vielfalt schaffen. Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt die Presse- und Medienvielfalt weltweit – auch als Teil des Corona-Sofortprogramms. So werden in Flüchtlingslagern wie in Shatila, Libanon, lokale Radiosender unterstützt, in den Camps und umliegenden Gemeinden über das Corona-Virus aufzuklären. Social-Media-Formate werden verwendet, um junge Menschen zu erreichen. In Kolumbien hilft ein Netzwerk Journalisten bei der Recherche zur Corona-Pandemie und ihren Folgen. Und in Mexico, Bolivien, Ecuador und Guatemala stellen Medien Informationen über COVID-19 in indigenen Sprachen zur Verfügung.

"Kulturelle Vielfalt ist auch die Basis für eine lebendige Kreativwirtschaft. Gerade für junge Kreativschaffende ist die Corona-Pandemie existenzbedrohend. Deswegen unterstützen wir sie aktuell in Südafrika, Kenia, Senegal, Jordanien und dem Libanon, neue Lösungen im e-Commerce oder auch modische Schutzmasken umzusetzen. So können sie trotz der Krise Produkte vermarkten und damit Ihre Existenz sichern", so Minister Müller weiter.

Insgesamt stellt das Entwicklungsministerium für das "Corona-Sofortprogramm" über eine Milliarde Euro bereit, in dem gezielt im Entwicklungsetat umgesteuert wird und weniger dringliche Themen zurückgestellt werden. Die Schwerpunkte sind: Verstärkung und Ausbau der weltweiten Gesundheitsinfrastruktur. Nothilfen zur Stabilisierung der Krisenregionen und Flüchtlingscamps, insbesondere der Sahel-Region und des Krisenbogens Syrien. Maßnahmen zur Ernährungssicherung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Weitere Informationen zum Corona-Sofortprogramm finden Sie hier (PDF 446 KB).

 

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