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Kultur für Entwicklung

Bundesentwicklungsministerium startet neue Initiative zur Förderung der Kreativwirtschaft in Afrika


Bundesminister Gerd Müller und Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit den Expertinnen und Experten zum Thema Afrikas "Kreativität – Afrikas Reichtum: Zukunftsmarkt Kultur"

Pressemitteilung vom 12.02.2020 |

Berlin – Mit der Initiative "Kultur für Entwicklung" fördert das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) künftig die afrikanische Kreativwirtschaft. Afrikanische Start-ups, zum Beispiel in der Film- und Modebranche, werden mit Beratung und Weiterbildung zu Management, Produktentwicklung und Vertrieb unterstützt.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Afrika ist ein junger Kontinent, der über ein unglaubliches kreatives Talent verfügt – Design aus Kenia, Mode aus dem Senegal, Musik aus Marokko, Fernsehen aus Nigeria, Animationsfilme aus Südafrika. Die Nachfrage nach Kreativprodukten aus Afrika ist hoch, sei es bei internationalen Streaming-Anbietern oder auf der Paris Fashion Week – Tendenz: steigend. Kultur ist ein Wirtschaftsfaktor. Deshalb fördern wir diesen Zukunftsmarkt. Dadurch schaffen wir qualifizierte und zukunftsträchtige Jobs für Afrikas Jugend und fördern ein neues und positives Bild Afrikas in der Welt."

In vielen Ländern Afrikas zählt die Kreativwirtschaft zu den wachstumsstärksten Branchen mit guten Jobaussichten für junge Menschen. Nigeria hat weltweit den am schnellsten wachsenden Unterhaltungssektor. Die dortige Filmbranche setzt jedes Jahr Millionen um; Nollywood ist die zweitgrößte Filmindustrie der Welt und produziert pro Jahr doppelt so viele Filme wie Hollywood. Dieses Momentum nutzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Minister Müller: "Immer wieder sind es gerade junge Kreative, die neue Lösungen für Herausforderungen vor Ort finden – und daraus erfolgreiche Geschäftsmodelle entwickeln. Kreativität ist ein Wirtschaftsfaktor!"

Die neue Initiative mit einem Volumen von 15 Millionen Euro unterstützt auch die Museumsarbeit und dabei besonders die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit. Dazu Minister Müller: "Die Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus ist eine besondere Verantwortung – auch und gerade in der Entwicklungspolitik. Deswegen starten wir die Ausbildungsinitiative Kultur & Kreativwirtschaft, um auch Museumsexperten und Kulturmanager in Afrika auszubilden und vor Ort zu unterstützen. Dadurch unterstützen wir bei der Einordnung, Vermittlung und Konservierung von Exponaten. Auch durch die Digitalisierung bieten sich hier neue Chancen für einen erleichterten Zugang."

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller wird am Mittwoch, den 12. Februar 2020 gemeinsam mit Kulturstaatsministerin Grütters und prominenten deutschen und afrikanischen Expertinnen und Experten wie dem Regisseur Tom Tykwer und der simbabwischen Autorin Tsitsi Dangarembga die Chancen und Herausforderungen des Wirtschaftsfaktors Kultur in Afrika beleuchten. Die Veranstaltung "Afrikas Kreativität – Afrikas Reichtum: Zukunftsmarkt Kultur" findet im Rahmen der BMZ-Veranstaltungsreihe "Globalisierung Gerecht Gestalten" ab 18 Uhr im Theater Hebbel am Ufer statt (Stresemannstraße 29, 10963 Berlin).

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