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Minister Müller zum Weltwassertag

Klimawandel verschärft weltweiten Wassermangel

Geflüchtete Frauen und ihre Kinder holen im Flüchtlingscamp Zaatari Wasser aus einem Wassertank.

Pressemitteilung vom 21.03.2019 |

Berlin – Weltweit wird immer mehr Wasser benötigt. Bis 2050 wird sich der Wasserverbrauch sogar noch verdoppeln. Die Gründe dafür sind die wachsende Weltbevölkerung, der steigende Pro-Kopf-Verbrauch und der Klimawandel.

Entwicklungsminister Müller erklärt zum Weltwassertag am 22. März 2019: "Wasser ist die kostbarste Ressource der Menschheit. Aber mehr als zwei Milliarden Menschen leiden unter großer Wasserknappheit. Nur ein Viertel der Bevölkerung Subsahara-Afrikas hat überhaupt Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Klimawandel verschärft die Wasserknappheit weiter. In manchen Regionen Afrikas hat es seit drei Jahren nicht mehr geregnet. Millionen Menschen sind so gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Deswegen investieren wir in moderne Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft, die nur ein Zehntel des Wassers brauchen, und helfen, die Trinkwasserversorgung weiter auszubauen."

Eine sichere Wasserversorgung bleibt Schwerpunktthema der deutschen Entwicklungspolitik mit den Bereichen: saubere Trinkwasserversorgung, Wasser zur Produktion von Nahrungsmitteln, grenzüberschreitendes Wassermanagement und Anpassung an den Klimawandel durch neue Technologien.

In Marokko unterstützen wir beispielsweise lokale Initiativen beim Einsatz moderner Regenbewirtschaftung. Die Dorfgemeinschaften können so mittlerweile bis zu zwei Trockenjahre überstehen. Das sichert Ernte, Einkommen und Arbeitsplätze.

In Jordanien fördern wir die Wasserversorgung im jordanischen Zaatari, einem der weltgrößten Flüchtlingslager. Jeden Tag benötigen die Menschen dort drei Millionen Liter Wasser. Das deutsche Engagement stellt sicher, dass die Haushalte direkt an Tiefbrunnen angeschlossen werden und Wasser beispielsweise in der Kläranlage Shallalah wieder aufbereitet wird. Die Grundwasserressourcen werden so entlastet und 500.000 Menschen zusätzlich mit sauberem Wasser versorgt.

Im äthiopischen Tiefland sind die Böden aufgrund des Klimawandels sehr trocken, Sturzfluten tragen die Böden weiter ab. Durch das deutsche Engagement werden Wassereinzugsgebiete und Weideflächen durch den Bau von Wehren wieder instand gesetzt, die den Wasserabfluss regulieren. Auf diesen neu gewonnenen Flächen werden zusätzliche Nahrungsmittel angebaut.

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