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Nahostreise

Religionsfreiheitsbeauftragter Markus Grübel zu Gesprächen zum Thema "Friedliches Zusammenleben der Religionen" im Irak


Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften in Irak

11.03.2019 |

Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, MdB, reiste vom 1. bis zum 6. März 2019 in den Irak, um sich mit politischen und religiösen Vertretern über das Zusammenleben der verschiedenen Konfessionen im Land auszutauschen. Zudem verschaffte er sich persönlich ein Bild von den Lebensbedingungen der Menschen in den vom sogenannten Islamischen Staat zerstörten Gebieten.

In seinen Gesprächen erörterte Markus Grübel auch die notwendigen Grundlagen für die Rückkehr der zahlreichen irakischen Binnenvertriebenen in ihre Heimat. Im direkten Austausch benannten religiöse Würdenträger verschiedener Konfessionen und Rückkehrer eine gute Sicherheitslage, Bildungs- und Beschäftigungsperspektiven sowie ihr Bedürfnis nach Gerechtigkeit, das heißt, der justiziellen Aufarbeitung der Verbrechen des sogenannten Islamischen Staates, als wichtige Grundlage für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Irak. Das BMZ leistet unter anderem durch die Unterstützung beim Wiederaufbau der vom sogenannten Islamischen Staat zerstörten Gebiete, die Förderung von Bildung, Beschäftigung und gesellschaftlicher Aussöhnung einen wichtigen Beitrag.

Viele Gesprächspartner betonten zudem, dass religiöse Würdenträge im innerirakischen Versöhnungsprozess eine wichtige Rolle einnehmen sollten. Sie können dabei unterstützen, das Vertrauen zwischen Christen, Jesiden, Sunniten, Schiiten und weiterer Religionsgruppen, das durch die Verbrechen des sogenannten Islamischen Staates nachhaltig beschädigt wurde, zu stärken. Schon heute gibt es Orte, in denen Vertreter der verschiedenen Konfessionen friedlich zusammenleben und an denen Christen, Jesiden und Muslime gemeinsam an der Konfliktbewältigung arbeiten. Hier leistet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen von Projekten bereits eine wichtige Unterstützung.

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