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Afrikareise

Minister Müller besucht Zentral- und Ostafrika: "Mehr Engagement in Afrika ist in deutschem Interesse"


Ausbildung zu Werkzeugmachern, Metallbauern und Ingenieuren im Integrated Politechnical Regional Centre IPRC in Kigali, Ruanda

14.08.2019 |

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ist heute nach Zentral- und Ostafrika aufgebrochen. Zentrale Themen der Reise nach Ruanda, in die Demokratische Republik Kongo und nach Kenia sind die Förderung von Investitionen, die Bekämpfung von Pandemien sowie der Klima- und Umweltschutz.

"Klimaschutz, Rohstoffe, Investitionen für mehr Jobs – in Afrika entscheiden sich viele der Fragen, die uns in Deutschland umtreiben. Der Marshallplan mit Afrika beginnt zu wirken, der deutsch-afrikanische Handel ist in den ersten fünf Monaten des Jahres klar überdurchschnittlich gestiegen. Diese Dynamik muss jetzt durch eine Innovations- und Investitionsoffensive auf dem afrikanischen Kontinent verstärkt werden, die sich auch in unserem und im EU-Haushalt widerspiegeln muss", sagte Minister Müller vor der Abreise.

Auf seiner ersten Station in Ruandas Hauptstadt Kigali besucht Minister Müller das dortige Volkswagen-Werk, das jährlich rund 5.000 Autos für den regionalen Markt fertigt. Bessere Rahmenbedingungen für Investitionen sind ein zentrales Ziel des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiierten Marshallplans mit Afrika.

Entwicklungsminister Müller: "Ruanda ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine konsequente Reformpolitik und die Förderung von Investitionen Unternehmen aus aller Welt anziehen. Wir engagieren uns, um weiter steigende Investitionen des Privatsektors und eine bessere berufliche Bildung zu ermöglichen. Gleichzeitig werde ich bestehende Defizite bei Demokratie und Rechtstaatlichkeit klar ansprechen."

Zweite Station der Reise ist die Demokratische Republik Kongo, das flächenmäßig zweitgrößte Land Afrikas. Das Land wird derzeit durch den seit einem Jahr andauernden Ebola-Ausbruch erschüttert, der schon über 1.800 Todesopfer gefordert hat.

Minister Müller: "Stabilität und demokratischer Wandel sind auch in Kongo Voraussetzung für die Fortsetzung unserer Entwicklungszusammenarbeit – gerade beim Schutz der Tropenwälder und beim Aufbau fairer Lieferketten. In der Ebola-Krise arbeiten wir gemeinsam mit der Weltbank und der WHO an der Prävention und der Stärkung der Gesundheitssysteme und werden in den betroffenen Gebieten im Ost-Kongo unsere Unterstützung weiter ausbauen."

Den Abschluss der Reise bildet ein Besuch in Kenia. Beim Klimaschutz arbeiten Deutschland und Kenia eng zusammen. Künftig soll auch die Kooperation zum Schutz der biologischen Vielfalt noch ausgebaut werden.

Gerd Müller: "Klimaschutz und Wirtschaftswachstum sind keine Gegensätze. Durch den Aufbau erneuerbarer Energien und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen entstehen in Kenia Jobs. Hier wollen wir einen Beitrag leisten mit unserem Engagement bei der beruflichen Bildung. Die kenianische Regierung muss aber auch Rahmenbedingungen verbessern und den Kampf gegen die Korruption intensivieren."

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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