Ein Gruppenfoto mit der Bundesministerin, der Staatsministerin und Anwesenden der syrischen Diaspora.

12.12.2025 Veranstaltungsbericht: Ein Jahr nach Assad: Dialog der syrischen Diaspora mit Bundesministerin Reem Alabali Radovan

Am 12.12.25 kamen anlässlich des Jahrestags des Sturzes des Assad-Regimes Bundesministerin Reem Alabali Radovan und die Integrations- und Antirassismusbeauftragte, Staatsministerin Natalie Pawlik, mit Vertreter*innen der syrischen Diaspora im BMZ in Bonn zusammen, um über Fortschritte, Herausforderungen und Beiträge zum Wiederaufbau Syriens ins Gespräch zu kommen.

Die Bundesministerin Reem Alabali Radovan spricht mit den Anwesenden der syrischen Diaspora.
Alle Syrerinnen und Syrer müssen die gleichen Rechte haben. Alle müssen teilhaben. Für uns ist klar: ein friedliches und zukunftsfähiges Syrien kann nur entstehen, wenn die Vielfalt der syrischen Gesellschaft geschützt und als Stärke begriffen wird. Und diese Stärke zeigt sich auch im Engagement der rund eine Million Syrerinnen und Syrer in Deutschland.
– Reem Alabali Radovan

Die Bundesministerin Reem Alabali Radovan würdigte in ihrem Impuls das hohe Engagement der syrischen Diaspora sowie den Wunsch nach Frieden, Stabilisierung und einem inklusiven Wiederaufbau Syriens. Anschließend sprach die Staatsministerin Natalie Pawlik über die zentrale Rolle der rund eine Millionen Deutsch-Syrischen Brückenbauer*innen, die den Wiederaufbau Syriens unterstützen. Es folgte ein von der Abteilungsleiterin Christine Toetzke moderierter Publikumsdialog zu aktuellen Entwicklungen in Syrien und zur Rolle der syrischen Diaspora in Deutschland. Die Teilnehmenden teilten ihre Eindrücke, Sorgen und Erwartungen und benannten konkrete Unterstützungsbedarfe insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sicherheit, wirtschaftliche Perspektiven und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Die Staatsministerin Pawlik spricht mit den Anwesenden der syrischen Diaspora.
Mit der Diaspora und der Plattform wächst ein Netzwerk, was bleiben wird. Ich prognostiziere, dass wir in zehn oder 20 Jahren eine Geschichte geschrieben haben und ein Netzwerk geflochten haben, dass es in Deutschland in dieser Dimension vielleicht noch nicht gegeben hat.
– Natalie Pawlik

Am Nachmittag eröffnete Dr. Bahadir Osman Dincer, Forscher am Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), mit einem fachlichen Input zum Diaspora-Engagement den zweiten Teil des Programms. Dieser mündete in eine offene Fishbowl-Diskussion mit den Expert*innen Shaden Sabouni (Refugee Advisory Board), Hozan Ibrahim (IMPACT e. V.) und Nahla Osman (Verband Deutsch-Syrische Hilfsvereine e. V.), moderiert von Hannes Lambrecht, Leiter der Plattform „Neuanfang für Syrien“.

In der Diskussion wurden zentrale Fragen zu Vertrauen, Sicherheitslage, wirtschaftlichen Perspektiven sowie zu konkreten Beiträgen der Diaspora für einen inklusiven Wiederaufbau Syriens erörtert. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung geschützter Räume für Begegnung und Dialog hervorgehoben, um verlorengegangenes Vertrauen wieder aufzubauen und die diversen gesellschaftlichen Gruppen für den Wiederaufbau Syriens zusammenzuführen.

Sechs Leute sitzen vor einer Leinwand und diskutieren

Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter Nahost/MENA; Südost- und Osteuropa, Lateinamerika; Karibik im BMZ beendete den offiziellen Teil mit abschließenden Worten und bedankte sich bei allen Anwesenden für ihre Teilnahme.

Die Plattform „Neuanfang für Syrien“ plant zeitnah weitere Informations- und Netzwerkveranstaltungen. Weitere Informationen zu kommenden Veranstaltungen im Rahmen der Plattform „Neuanfang für Syrien“ erhalten Sie über unseren E-Mail-Verteiler (Externer Link) sowie über unsere LinkedIn-Gruppe (Externer Link), zu der wir Sie herzlich einladen beizutreten.

Haben Sie Ideen oder Fragen, die Sie über die Plattform Neuanfang für Syrien mit uns teilen wollen? Wollen Sie Ihre Erfahrung und Expertise einbringen? Schreiben Sie uns unter: neuanfang-syrien@giz.de (Externer Link)