Vielfalt im BMZ Interview mit Dr. Marc Schattenmann

Leiter der Zentralabteilung

Frage: Wie erleben Sie die Vielfalt und Toleranz im BMZ-Alltag?

Die Erwartung, mit der ich im Dezember 2021 ins BMZ kam, hat sich im ersten halben Jahr bestätigt: Wir sind ein vielfältiges Haus mit ganz verschiedenen, bunten Lebensläufen und spannenden Karrierepfaden. In manchen Bereichen stehen wir zumindest im Vergleich der Bundesministerien schon ganz gut da, zum Beispiel bei der Gleichstellung der Geschlechter oder einer "diversity-orientierten" Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation.

Was fällt Ihnen positiv auf?

Unseren Kolleg*innen ist es wichtig, dass wir die Werte und Überzeugungen, für die wir als BMZ in unserer politischen Arbeit eintreten, auch intern leben. Deswegen gibt es auch eine große Bereitschaft, Anregungen zu geben und auf Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen. Und bei allen Teams in der Zentralabteilung gibt es eine große Bereitschaft, diese Anregungen aufzunehmen, selbst vorauszudenken und sich nicht auf den Verbesserungen auszuruhen, die in den letzten Jahren schon erzielt wurden.

Welche "Baustellen" liegen noch vor Ihnen?

Mit Vielfalt ist man nie "fertig", es wird da immer "Baustellen" geben, auch im positiven Sinne. Zwei Punkte greife ich heraus: Erstens die Personalrekrutierung: Gerade angesichts des demographischen Wandels wird es künftig immer weniger genügen, aus denen, die sich von sich aus bei einem Bundesministerium bewerben, diskriminierungsfrei die Besten auszuwählen. Wir werden hier aktiver werben müssen für uns. Zweitens die Dimension der sozialen Herkunft: Sie findet oft weniger Beachtung als die anderen Dimensionen von Vielfalt, ist aber genauso relevant. Auch das beginnt schon bei der Personalrekrutierung, zieht sich aber durch bis zur Auswahl und Fortbildung der Führungskräfte.


Stand: 31.05.2022