Symbolbild: Vereint in Vielfalt. Verschieden farbige Umrisse von Menschen die nebeneinander stehen

Vielfalt im BMZ - Diversität erhöhen, leben und schützen

Als Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) möchten wir unsere Vielfalt weiter stärken. Wir engagieren uns für gelebte Diversität an unseren Standorten in Berlin und Bonn sowie weltweit - insbesondere in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2019 hat sich das BMZ mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt (Externer Link) auf ein zukunftsorientiertes, wertschätzendes und vielfältiges Arbeitsumfeld verpflichtet. Im Januar 2025 hat zudem das Bundeskabinett die Diversitätsstrategie der Bundesregierung beschlossen. Sie setzt den übergeordneten Rahmen für mehr Vielfalt in der Bundesverwaltung – und damit auch im BMZ. Das BMZ bekennt sich ausdrücklich zu den Zielen dieser Diversitätsstrategie und arbeitet systematisch daran, Diversität als grundlegenden Wert und Querschnittsaufgabe in seiner Organisationskultur zu verankern.

Unsere Zusammenarbeit soll geprägt sein von der Wertschätzung aller Beschäftigten – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität sowie von Erfahrungen mit Rassismus oder anderen Diskriminierungsformen. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Beschäftigte ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen pflegen und erleben.

Dabei fokussiert das BMZ seine Diversitätsarbeit auf drei miteinander verbundene Schwerpunkte:

  • Diversität erhöhen: Wir wollen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründe stärker im BMZ sichtbar machen und repräsentieren – etwa durch vielfaltssensible Personalgewinnung, -entwicklung und -bindung.
  • Diversität leben: Wir fördern eine wertschätzende, inklusive Organisationskultur, in der vielfältige Teams zusammenarbeiten, verschiedene Sichtweisen einbringen und gehört werden – in Führung und im Arbeitsalltag.
  • Diversität schützen: Wir treten Diskriminierung und Belästigung entschieden entgegen, setzen auf Prävention und bieten verlässliche, niedrigschwellige Anlauf- und Beschwerdemöglichkeiten.

Wir sind ein international ausgerichtetes Ministerium mit Partner*innen aus aller Welt. Unsere Beschäftigten haben vielfältige Aufgabenbereiche und Schwerpunkte, unterschiedliche Ausbildungen, Berufserfahrungen und Hintergründe. Die diversen Lebenslagen der Mitarbeiter*innen – etwa mit Blick auf Kinder, Familie, Krankheit oder Pflege - müssen im Berufsalltag berücksichtigt werden und sind ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Arbeit des BMZ. Die Kolleg*innen im BMZ engagieren sich in Beschäftigteninitiativen wie der LGBTI-„Queer-BMZ-“ oder der Antirassismus-Initiative, die Anti-Rassismus-Initiative, LGBTI-„Queer-BMZ“, Netzwerk Ost oder „Nie wieder ist jetzt“ und setzen so ein Zeichen für Diversität, Toleranz und Respekt.

Unser Ziel ist, dass Vielfalt ein fester Grundsatz der Personalentwicklung im BMZ ist. Bei allen Maßnahmen der beruflichen Entwicklung des BMZ-Personals gehen wir vielfaltssensibel vor und treten Benachteiligungen aller Art entschlossen entgegen.

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt und im Rahmen der Diversitätsstrategie der Bundesregierung bekennen wir uns dazu, ein diskriminierungssensibles Arbeitsumfeld zu gestalten. Entsprechend berücksichtigen wir Diversität und Anti-Diskriminierung konsequent in den Konzepten und Instrumenten des Personalbereichs – etwa bei Auswahl- und Einstellungsverfahren, im Beurteilungsverfahren, bei den Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit sowie im Rahmenkonzept zur Personalentwicklung und bei der Fortbildung von Mitarbeiter*innen.

Gemäß des auf einer Beschäftigtenbefragung beruhenden „Diversität und Chancengleichheit Survey“ (DuCS) lag der Anteil der Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte 2024 mit 13,9 Prozent im BMZ über dem Durchschnitt der Bundesverwaltung (9,9 Prozent). Auf diesen Ergebnissen ruhen wir uns allerdings nicht aus, da Beschäftigte mit Migrationserfahrungen zum Beispiel im höheren Dienst und auf Führungsebene noch deutlich unterrepräsentiert sind. Hier wollen wir gezielt weiter ansetzen, um Diversität auch in diesen Bereichen zu erhöhen.

In den letzten Jahren hat das BMZ die Gleichstellung innerhalb der Belegschaft und in Führungspositionen vorangebracht und verfügt über eine sehr gute Gleichstellungsbilanz (Stand 2026):

  • Circa 60 Prozent der Gesamtbelegschaft sind weiblich.
  • Bei Führungspositionen beträgt der Frauenanteil circa 55 Prozent.
  • Rund 49 Prozent beträgt der Frauenanteil unserer Entsandten an deutschen Auslandsvertretungen, bei Entwicklungsbanken, der EU (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und internationalen Organisationen.
  • Paritätische Besetzung über alle Aufsichtsgremien hinweg, an denen das BMZ mit mindestens zwei Sitzen beteiligt ist.

Das BMZ hat im März 2016 eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen. Nach dieser Vereinbarung fördern wir die Belange von schwerbehinderten Menschen im Rahmen von Inklusion und Teilhabe und wirken insbesondere auf die Erfüllung der nach SGB IX (Externer Link) vorgeschriebenen Beschäftigungspflicht hin. Aktuell liegt die Schwerbehindertenquote des BMZ bei 7,6 Prozent (Anteil an der Gesamtbelegschaft).

Das BMZ positioniert sich klar gegen jedwede Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz. Wir haben eine Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (Externer Link) eingerichtet. Falls BMZ-Mitarbeiter*innen sich aus rassistischen Gründen, aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Weltanschauung, ihrer Behinderung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Identität diskriminiert, benachteiligt oder belästigt fühlen, haben sie die Möglichkeit, eine Beschwerde bei der Beschwerdestelle vorzubringen. Hierunter fällt auch jede Art sexueller Belästigung. Die Beschwerdestelle prüft die Beschwerde in einem neutralen Verfahren und trägt so dazu bei, Diversität und Würde der Beschäftigten wirksam zu schützen.

Vielfalt konkret

Circa 60%

der Belegschaft sind weiblich

Faktische

Parität

in allen Aufsichtsgremien

7,6 %

der BMZ-Belegschaft ist schwerbehindert oder gleichgestellt

13,9 %

der Beschäftigten haben Migrationserfahrung (Stand 2024)

Circa

55 %

Anteil der Frauen in Führungspositionen

Rund

49 %

Frauenanteil der Entsandten an deutschen Auslandsvertretungen, bei Entwicklungsbanken, der EU und internationalen Organisationen

Interviews

Dr. Marc Schattenmann, Leiter der Zentralabteilung

Interview Dr. Marc Schattenmann Interner Link

Leiter der Zentralabteilung

Interview Moira Feil Interner Link

Vertreterin der Gruppe Queer BMZ

Interview Antirassismus-Initiative des BMZ Interner Link

Kolleg*innen der Kerngruppe

Katrin Pfeiffer, Gleichstellungsbeauftragte des BMZ

Interview Katrin Pfeiffer Interner Link

Gleichstellungsbeauftragte des BMZ

Stand: 05.10.2026