Zusammenarbeit konkret Mauretanien: Digitalisierung fördert Inklusion

Mauretanien hat seit Beginn des Konfliktes in Mali mehr als 200.000 Flüchtlinge aufgenommen. Seit 2021 fördert das BMZ in Zusammenarbeit mit der mauretanischen Regierung Initiativen, die die Integration von Geflüchteten, Asylsuchenden und besonders bedürftigen Haushalten in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in den aufnehmenden Gemeinden fördern.

Ein Flüchtling arbeitet im Camp in M’bera in Mauretanien.
Ein Flüchtling arbeitet im Camp in M’bera in Mauretanien.

Auf dem Globalen Flüchtlingsforum 2023 sagte Deutschland Unterstützung bei der Inklusion von Flüchtlingen in nationale Systeme zur sozialen Sicherung zu. Die praktische Umsetzung erfolgt über ein gemeinsames Projekt von GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und UNHCR (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)ProNexus (Externer Link).

Modellprojekt wird fortgesetzt

In enger Zusammenarbeit mit dem mauretanischen Innenministerium werden Digitalisierungsprozesse im Bereich der öffentlichen Verwaltung verbessert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf der sozialen Sicherung, aber auch die Registrierung von Neuankömmlingen und Geburten wird unterstützt.

Darüber hinaus fördert das BMZ die Aufnahme von geflüchteten Kindern in das nationale Schulwesen und die Inklusion von Flüchtlingen in das Gesundheitssystem. Begleitende Maßnahmen zur ökonomischen Förderung sollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Interaktion zwischen Geflüchteten und den aufnehmenden Gemeinden verbessern.

Durch das gemeinsame Vorhaben und die Einbeziehung von Geflüchteten in die Entwicklungsplanung konnte die mauretanische Regierung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben gestärkt werden. ProNexus hat sich zu einem Modell für die Inwertsetzung nachhaltiger Maßnahmen für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden entwickelt und wird seit 2024 in einer neuen Projektphase (Externer Link) fortgesetzt.


Stand: 27.08.2025