Geschichte des BMZ Die Entwick­lungs­ministerinnen und ‑minister von 1961 bis heute

Gerd Müller, Entwicklungsminister seit 2013

Seit 2013 Dr. Gerd Müller

Gerd Müller (CSU) wurde am 17. De­zem­ber 2013 als Bun­des­minister für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung in das dritte Ka­bi­nett von Bun­des­kanz­lerin Angela Merkel berufen und wurde auch in der 19. Legis­latur­periode im Amt bestätigt. Zuvor war er von 1989 bis 1994 Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­men­tes und seit 1994 Mit­glied des Deut­schen Bun­des­tages sowie Par­la­men­ta­ri­scher Staats­sekre­tär beim Bun­des­minister für Ernährung, Land­wirt­schaft und Ver­braucher­schutz.

Gerd Müller ist designierter General­direk­tor der Orga­ni­sa­tion der Ver­ein­ten Na­tio­nen für in­dus­trielle Ent­wick­lung (UNIDO).

Dirk Niebel, Entwicklungsminister von 2009 bis 2013

2009–2013 Dirk Niebel

Dirk Niebel (FDP) wurde am 28. Ok­to­ber 2009 als Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung in das zweite Ka­bi­nett von Bun­des­kanz­le­rin Angela Merkel berufen. Zuvor war er Sol­dat, Ver­waltungs­ober­inspektor, seit 1998 Mit­glied des Deut­schen Bundestages und seit 2005 Ge­neral­se­kre­tär der FDP.

Seit seinem Aus­scheiden aus der Bun­des­re­gie­rung und dem Bun­des­tag im Jahr 2013 ist Niebel als Berater tätig.

Hei­de­ma­rie Wieczo­rek-Zeul, Entwicklungsministerin von 1998 bis 2009

1998–2009 Heidemarie Wieczorek-Zeul

Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) wur­de am 27. Ok­to­ber 1998 als Bundes­minis­terin für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung in das erste Ka­bi­nett von Bun­des­kanz­ler Gerhard Schröder berufen. Das Amt behielt sie während des zweiten Ka­binetts von Bundes­kanz­ler Schrö­der und des ersten Ka­binetts von Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Merkel bei. Zuvor war Wieczorek-Zeul von 1979 bis 1987 Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­men­tes; sie war bis 2009 Mit­glied des Deut­schen Bun­des­tages.

Seit ihrem Ausscheiden aus der Bun­des­re­gie­rung und aus dem Bun­des­tag en­ga­giert sich Wieczorek-Zeul in ver­schie­de­nen Organisationen, zum Beispiel im Rat für Nachhaltige Entwicklung.

Carl-Dieter Spranger, Entwicklungsminister von 1991 bis 1998

1991–1998 Carl-Dieter Spranger

Carl-Dieter Spranger (CSU) wurde am 18. Ja­nuar 1991 als Bun­des­minister für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit in das vierte Kabinett von Bundes­kanzler Helmut Kohl berufen. Vor Amts­antritt war Spranger seit 1972 Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges und seit Oktober 1982 Par­la­men­ta­ri­scher Staats­sekretär beim Bun­des­minister des Innern.

Nach der Bundestagswahl 1998 schied Spranger aus der Regierung aus. Er blieb noch bis 2002 Mitglied des Deutschen Bun­des­ta­ges und wurde stell­vertre­tender Vor­sitzender des Aus­wärtigen Aus­schus­ses. In die Amts­zeit Sprangers fiel die Um­be­nen­nung des Ministeriums in Bundes­ministerium für wirt­schaftliche Zu­sam­men­ar­beit und Entwicklung.

Hans Klein, Entwicklungsminister von 1987 bis 1989

1987–1989 Hans Klein

Hans Klein (CSU) wurde am 12. März 1987 als Bundes­minis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit in das dritte Ka­binett von Bundes­kanzler Helmut Kohl berufen. Vor dieser Zeit war Hans Klein Diplomat und Jour­nalist und seit 1976 Mit­glied des Deut­schen Bun­des­tages. Als Bun­des­tags­ab­geord­neter befasste er sich besonders mit der Außenpolitik.

Im April 1989 übernahm Klein die Leitung des Presse- und In­for­mations­amtes und wurde im Dezember 1990 Vize­präsi­dent des Deut­schen Bundes­tages.

Jürgen Warnke, Entwicklungsminister von 1982 bis 1987 und 1989 bis 1991

1982–1987 und 1989–1991 Dr. Jürgen Warnke

Jürgen Warnke (CSU) wurde am 4. Ok­to­ber 1982 erstmals als Bun­des­minister für wirt­schaft­liche Zusammenarbeit in das erste Kabinett von Bundeskanzler Helmut Kohl berufen. Als Ent­wick­lungs­minister am­tierte er während des zwei­ten und vier­ten Ka­bi­netts von Bundes­kanzler Kohl. Der aus­gebil­dete Jurist war von 1962 bis 1970 Mit­glied des Bayerischen Landtages und von 1969 bis 1998 Mitglied des Deut­schen Bundestages.

Zwischenzeitlich war Warnke Bun­des­mi­nister für Ver­kehr (1987 bis 1989) und nach seinem Aus­schei­den aus der Bun­des­re­gie­rung 1991 blieb er noch bis 1998 Mit­glied des Deutschen Bun­des­tages.

Rainer Offergeld, Entwicklungsminister von 1978 bis 1982

1978–1982 Rainer Offergeld

Rainer Offergeld (SPD) amtierte vom 16. Februar 1978 bis zum 1. Oktober 1982 in der zweiten und dritten von Bundes­kanzler Helmut Schmidt geführten Bun­des­re­gie­rung als Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit. Zuvor war Offer­geld seit 1969 Mit­glied des Deut­schen Bundes­tages sowie Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen und beim Bundesminister der Finanzen.

Nach seinem Ausscheiden aus der Bun­des­regie­rung und der Bun­des­politik war Offergeld ab 1984 für mehr als ein Jahr­zehnt Ober­bürger­meister der Stadt Lörrach (Baden-Württemberg).

Marie Schlei, Entwicklungsministerin von 1976 bis 1978

1976–1978 Marie Schlei

Marie Schlei (SPD) wurde am 16. De­zem­ber 1976 als Bundes­ministerin für wirt­schaftliche Zusammen­arbeit in das zweite Kabinett von Bundes­kanzler Helmut Schmidt berufen. Vor ihrer Ernennung als Bundes­ministerin war Schlei seit 1969 Mit­glied des Deut­schen Bundes­tages und Parla­men­ta­rische Staats­sekretärin beim Bundes­kanzler.

Nach ihrem Ausscheiden aus der Bun­des­regie­rung 1978 war Schlei bis 1981 Mit­glied des Deut­schen Bundes­tages und engagierte sich als Vor­sitzende des Au­ßen­po­liti­schen Arbeits­kreises der SPD-Bundes­tags­fraktion.

Egon Bahr, Entwicklungsminister von 1974 bis 1976

1974–1976 Egon Bahr

Egon Bahr (SPD) wurde am 8. Juli 1974 als Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit in das erste Kabinett von Bundes­kanzler Helmut Schmidt berufen. Vor seiner Zeit im BMZ war Bahr Leiter des politischen Planungs­stabes im Aus­wärtigen Amt (1966-1969), beamteter Staats­sekretär im Bundes­kanzler­amt (1969 bis 1972) und Bundes­minister für besondere Aufgaben (1972 bis 1974).

Nach seinem Ausscheiden aus der Bun­des­regie­rung war Bahr Bundes­ge­schäfts­führer der SPD, Wissen­schaft­licher Di­rek­tor des Instituts für Frie­dens­si­che­rung und Sicher­heits­po­litik an der Uni­versität Hamburg und bis 1990 Mit­glied des Deut­schen Bundes­tages.

Erhard Eppler, Entwicklungsminister von 1968 bis 1974

1968–1974 Dr. Erhard Eppler

Erhard Eppler (SPD) wurde am 16. Ok­to­ber 1968 als Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit in das Ka­bi­nett von Bundes­kanzler Kurt Georg Kie­sin­ger berufen. Dieses Amt behielt er unter den nach­folgen­den Bundes­kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt bei.

Eppler schied im Juli 1974 als Bundes­minister aus und enga­gierte sich nach seinem Rück­zug aus der Bundes­politik besonders in der Frie­dens­be­wegung und in der Evan­geli­schen Kirche.

Hans-Jürgen Wischnewski, Entwicklungsminister von 1966 bis 1968

1966–1968 Hans-Jürgen Wischnewski

Hans-Jürgen Wischnewski (SPD) wurde am 1. Dezember 1966 als Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit in das Kabinett von Bundes­kanzler Kurt Georg Kiesinger berufen. Wischnewski war von 1957 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bun­des­tages. Von 1961 bis 1965 war er zudem Mitglied des Euro­päi­schen Par­lamen­tes.

Am 2. Oktober 1968 trat er als Bundes­minister zurück und wurde Bundes­ge­schäfts­führer der SPD. Von 1974 bis 1976 war er Staats­minister beim Bun­des­mi­nis­ter des Aus­wär­tigen und von 1976 bis 1979 Staats­minister beim Bundes­kanzler.

Werner Dollinger, Entwicklungsminister 1966

1966 Dr. Werner Dollinger

Werner Dollinger (CSU) amtierte nur für wenige Wochen im Oktober und November 1966 als Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit im zweiten Kabinett von Ludwig Erhard. Dollinger war ausgebildeter Wirtschafts- und Staats­wissen­schaft­ler.

In seiner weiteren politi­schen Karriere war Dollinger Bundes­minister für das Post- und Fern­melde­wesen (1966 bis 1969) und Bundes­minister für Verkehr (1982 bis 1987).

Walter Scheel, Entwicklungsminister von 1961 bis 1966

1961–1966 Walter Scheel

Walter Scheel (FDP) wurde am 14. No­vem­ber 1961 zum ersten Bun­des­minister für wirt­schaftliche Zusammen­arbeit in der vierten Regierung unter Füh­rung von Kon­rad Ade­nauer ernannt. Zuvor war Scheel Vor­sitzen­der des Ent­wick­lungs­hilfe­aus­schusses im Euro­päischen Par­lament und promi­nen­tester Sprecher der FDP in ent­wick­lungs­po­litischen Fragen.

Nach seiner Zeit im BMZ wurde Scheel im Jahr 1969 Bundes­minister des Aus­wär­ti­gen und im Jahr 1974 Bundes­präsi­dent.