Wirtschaftliche Situation Hoffen auf ausländische Investitionen

Die politischen Umwälzungen der beiden vergangenen Jahrzehnte führten auch in der serbischen Wirtschaft zu einschneidenden Veränderungen.

Belgrad bei Nacht

Belgrad bei Nacht

Belgrad bei Nacht

Serbien ist nach der langjährigen, durch UN-Sanktionen verursachten Isolation noch mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau beschäftigt. 2016 wurde ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent erreicht, 2017 rutschte der Wert nach bisherigen Schätzungen wieder unter die Zwei-Prozent-Marke. Für 2018 hat der Internationale Währungsfonds (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (IWF) einen Anstieg um 3,5 Prozent erwartet.

Eine wichtige Wachstumsbranche ist der Dienstleistungssektor. Die einst gut ausgebaute Industrie ist dagegen heute international nur noch bedingt konkurrenzfähig. Das Land benötigt ausländisches Know-how und Kapital, um die Verkaufschancen für seine Industrieprodukte auf westlichen Märkten zu erhöhen.

Geschäftsklima verbessert

Die Reformanstrengungen im Rahmen des EU-Integrationsprozesses sowie eines Hilfsprogramms des IWF zeigen bereits Wirkung. Serbien hat sich im "Doing Business"-Bericht (Externer Link) der Weltbank, der das Geschäftsklima in rund 190 Staaten bewertet, deutlich verbessert: von Platz 91 im Jahr 2015 auf Platz 44 im Jahr 2020. Die in- und ausländischen Investitionen sind seit 2017 deutlich angestiegen, die Haushaltslage hat sich stabilisiert.

Um diese Entwicklung dauerhaft zu fördern und weitere Investoren ins Land zu holen, müssten jedoch noch einige Hindernisse beseitigt werden. Dazu zählen bürokratische Hürden, Korruption, ein schwaches Rechtssystem, der unzureichende Wettbewerbsschutz sowie der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.